Studie zeigt

Koffer gehen häufiger auf Flügen verloren: Was betroffene Reisende tun können

Zuletzt gingen wieder mehr Koffer bei Flugreisen verloren.

Zuletzt gingen wieder mehr Koffer bei Flugreisen verloren.

Immer häufiger erhalten Passagierinnen und Passagiere ihr Gepäck nach der Flugreise beschädigt oder gar nicht zurück. Im Jahr 2021 sind insgesamt 4,35 Gepäckstücke pro 1000 Passagierinnen und Passagiere nicht wie geplant am Zielflughafen angekommen – eine Steigerung von 24,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

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Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung des US-Luftfahrttechnologieunternehmens SITA. Dafür hat das Unternehmen sich die Gepäckstatistiken der Flughäfen innerhalb der USA und weltweit angesehen.

Immerhin: 71 Prozent der betroffenen Koffer kamen zwar verspätet an, konnten den Besitzerinnen und Besitzern dann aber unbeschadet übergeben werden (2 Prozent mehr als im Vorjahr). 23 Prozent der Gepäckstücke hingegen wurden während der Reise beschädigt, weitere 6 Prozent gelten als verloren oder gestohlen.

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Doch die Lage an den Flughäfen war auch schon einmal deutlich schlimmer: Im Jahr 2007 gingen noch 18,88 Gepäckstücke pro 1000 Passagierinnen und Passagieren verloren oder zu Bruch – 77 Prozent mehr als 2021.

„Zu wenig Ressourcen“

Doch wie kam es zuletzt wieder zum Anstieg der verlorenen oder beschädigten Koffer? „Fluggesellschaften, Bodenabfertigung und Flughafenpersonal wurden verkleinert, um die Geschäftsfähigkeit während der Pandemie aufrechtzuerhalten. Daher gibt es jetzt zu wenig Ressourcen“, erklärt SITA. Die verbliebenen Mitarbeitenden müssen daher mehr Arbeit mit weniger Personal leisten.

Mit dem Koffer unterwegs: Zuletzt gingen mehr Gepäckstücke verloren.

Mit dem Koffer unterwegs: Zuletzt gingen mehr Gepäckstücke verloren.

„Wenn dieses Problem nicht angegangen wird, kann das die Rate des fehlgeleiteten Gepäcks weiter steigern und diese am Ende höher sein als vor der Pandemie“, warnt das Unternehmen. Zugleich steige der Druck in der Gepäckabfertigung, effizienter und kostengünstiger zu arbeiten, was einem behutsamen Umgang mit den Koffern nicht gerade entgegenkomme.

Digitalisierung könnte Gepäckabfertigung entlasten

Entlastung könnte Digitalisierung bringen, so SITA. Sie schreite in den USA bereits voran: Drei Viertel der Flughäfen und 90 Prozent der Airlines in den USA wollen den Reisenden bis 2024 ermöglichen, ihr Aufgabegepäck an Terminals selbst zu etikettieren.

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Um dann auch noch den Kofferschwund in den Griff zu bekommen, seien bessere Trackingmöglichkeiten nötig. Viele Airlines arbeiten bereits daran, dem Personal Echtzeitinformationen zum Gepäckstatus bereitzustellen.

Koffer weg: Das sollten Reisende am Flughafen zuerst machen

Was können Reisende tun, wenn der Koffer nicht auf dem Rollband am Zielflughafen ankommt? Die Verbraucherzentale Hamburg rät, zunächst den „Lost and Found“-Schalter am Flughafen aufzusuchen und den Verlust zu melden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leiten dann die Suche nach dem Gepäckstück ein. Wer eine Pauschalreise gebucht hat, sollte den Verlust schnellstmöglich dem Reiseveranstalter mitteilen.

RND/vh

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