Am Mittwoch von 11 bis 13 Uhr

Große KN-Telefon-Aktion rund um Sommerurlaub und Flugreisen

Lange Schlangen an der Sicherheitskontrolle im Airport Hamburg: Passagieren wird empfohlen, mindestens 2,5 Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.

Lange Schlangen an der Sicherheitskontrolle im Airport Hamburg: Passagieren wird empfohlen, mindestens 2,5 Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.

Kiel. Die Sommerferien beginnen derzeit für viele Urlauber mit einer Tortur: Auf den Flughäfen bilden sich endlose Warteschlangen am Check-in und an der Sicherheitskontrolle, sodass sich Nervosität breit macht, rechtzeitig vor Abflug an Bord zu kommen. Auch der Begriff „Annuliert“ taucht wieder häufiger auf den Anzeigetafeln auf und bei der Gepäckabfertigung hakt es gewaltig. Flug gestrichen, Koffer weg – was tun? Leserinnen und Leser der Kieler Nachrichten können am Mittwoch, 6. Juli, bei einer Telefonaktion ihre Fragen loswerden.

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Ab 11 Uhr steht die Juristin Kerstin Heidt von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein für zwei Stunden bereit, um darüber aufzuklären, was Reisende bei Problemen tun können. Die Reiseveranstalter und Fluggesellschaften sind nicht dafür bekannt, Ansprüche schnell und unkompliziert zu begleichen. Aber ihre Kunden haben inzwischen starke Rechte, die sie geltend machen können. „Es gibt viele Möglichkeiten, man muss nur darüber Bescheid wissen“, sagt die Rechtsreferentin Kerstin Heidt.

Expertin beantwortet Fragen zu Fluggastrechten

Aus ihrer Beratungstätigkeit bei der Verbraucherzentrale weiß sie, dass die Schwierigkeiten vielfältig sind, die vor und während Reisen auftreten können. Die Lösung sei dann auch meistens sehr individuell, sodass ein Anruf während der Telefonaktion am sinnvollsten ist, wenn bereits ein konkretes Problem vorliegt. Etwa, wenn das Gepäck nicht mit demselben Flugzeug wie der Passagier geflogen ist und nun verschollen ist.

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Vor dem Hintergrund der derzeitigen Probleme an den Airports ist es aber nicht unwahrscheinlich, von der kurzfristigen Annullierung eines Fluges betroffen zu sein. „Der Schreck ist ja erst einmal groß, wenn man nach Ankunft am Flughafen auf die Anzeigetafel schaut“, sagt Kerstin Heidt. Kaum jemand wisse, was dann zu tun sei. Wer also befürchtet, von einer kurzfristigen Absage oder ähnlichem betroffen zu sein, kann sich natürlich ebenfalls Rat bei der Expertin holen.

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„Der Gesetzgeber sieht über die Fluggastrechteverordnung gestaffelte Entschädigungen bei Ausfällen vor“, erklärt Heidt. Bis zu 600 Euro sind demnach drin, je nachdem, wie lange vor dem gebuchten Abflugdatum abgesagt wird. Die Staffel beginnt 14 Tage vorher. „Nicht zu vergessen: Der komplette Preis inklusive der bereits gezahlten Steuern und Gebühren muss ebenfalls zurückgezahlt werden.“

Flugänderung: Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein kann helfen

Bei Verspätungen greifen ebenfalls gestaffelte Entschädigungen. Andersherum müssen Passagiere, die von sich aus ihre Reise absagen, die Berechnung von Stornopauschalen hinnehmen. Das ist meist im Vertrag berücksichtigt und hängt davon ab, wie lange vor dem Reiseantritt storniert wird.

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Hilfe versprechen inzwischen zahlreiche private Anbieter, die Fluggastrechte-Verfahren automatisiert über das Internet anbieten. „Bevor man sie beauftragt, sollte man sich überlegen, ob die Provision, die dafür berechnet wird, nicht zu hoch ist“, so Kerstin Heidt. Denn die Anbieter verlangen einen bestimmten Prozentsatz der erstrittenen Ausgleichsleistung für sich. Dabei sei schon viel zu erreichen, wenn man das Verfahren selbst in die Hand nehme.

KN-Telefonaktion zu allen Reisethemen

Denn dafür gebe es Hilfe, etwa die Flugärger-App der Verbraucherzentralen. „Auch die SöP, die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr, ist eine Alternative. Die gängigen Airlines sind daran angeschlossen“, erklärt Heidt. Das helfe etwa bei Gepäckverlust. Reisende können sich ihr zufolge auch an das Europäische Verbraucherzentrum wenden, wenn es sich etwa um einen ausländischen Reiseanbieter handelt. Das nimmt Kontakt zu der Schlichtungsstelle des betreffenden Landes auf.

Unter dieser Nummer können Sie anrufen

Die KN-Telefonaktion zum Thema Reiserecht findet am Mittwoch, 6. Juli, von 11 bis 13 Uhr statt. Wer dazu Fragen hat, kann unter Tel. 0431/903-2950 anrufen. Kerstin Heidt ist Referentin für Verbraucherrecht der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Seit 2011 ist die Volljuristin für die Organisation tätig, arbeitet aber auch für das Europäische Verbraucherzentrum.

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Bei der Telefonaktion kann es auch um andere Themen gehen. Was ist zum Beispiel, wenn sich vor Ort herausstellt, dass gebuchte Leistungen nicht angeboten werden können, weil dem Hotel Personal dafür fehlt? Das ist zurzeit ein durchaus mögliches Szenario. Was kann man tun, wenn das Reisebusunternehmen plötzlich wegen gestiegener Spritpreise eine Nachzahlung verlangt oder das Kreuzfahrtschiff die Reiseroute ändert? Wer betroffen ist, erhält am Mittwoch Antworten.

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