Ende des Kurzurlaubs

Rückreisewelle an Pfingstmontag: Wo es auf Straßen und in Zügen in Deutschland voll ist

Fahrgäste steigen auf einem Bahnsteig am Bahnhof aus einem Regionalzug der Deutschen Bahn. Am Pfingstmontag könnte es in vielen Zügen voll werden.

Fahrgäste steigen auf einem Bahnsteig am Bahnhof aus einem Regionalzug der Deutschen Bahn. Am Pfingstmontag könnte es in vielen Zügen voll werden.

Zum Ende des langen Pfingstwochenendes wollen die meisten Kurzurlaubenden wieder mit dem Zug oder dem eigenen Auto den Heimweg antreten. Daher zeichnet sich an diesem Montag sowohl an den Küsten als auch im Landesinneren eine starke Rückreisewelle ab. Besonders stark ausgelastet sind vor allem die Züge des Regionalverkehrs, die mit dem seit 1. Juni geltenden 9-Euro-Ticket genutzt werden können, sein.

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Bereits am späten Vormittag waren Züge etwa auf der Insel Usedom stark ausgelastet, so die „Ostsee-Zeitung“. Ein Sprecher der Bahn warnte am Morgen: „Wir empfehlen unseren Fahrgästen, sich kurz vor Reiseantritt noch einmal in den Auskunftsmedien der Verkehrsverbünde vor Ort oder über den DB Navigator zu informieren“, zitiert ihn die „OZ“. Aber auch auf Rügen und der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst haben Zehntausende Urlauberinnen und Urlauber das Pfingstfest verbracht: „Alles, was zum Strand hoch ist, muss nun schließlich auch wieder runter“, so eine DB-Sprecherin, die eine große Reisewelle gegen Nachmittag prognostizierte.

Volle Züge am Pfingstmontag auf diesen Strecken

In Schleswig-Holstein und Hamburg sorgt reger Reiseverkehr ebenfalls erneut für volle Züge. Besonders von den Inseln und Küsten aus in Richtung Süden sei erwartungsgemäß viel los, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn am Morgen. Für einen typischen Rückreisetag sei das jedoch nichts besonderes. „Es ist natürlich voll, aber bis jetzt läuft alles“, so die Sprecherin. Die größte Reisewelle erwartete die DB am Nachmittag.

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In Baden-Württemberg war hingegen Regionalexpress 2 von Freiburg nach Karlsruhe zum Beispiel nach Auskunft von Reisenden so voll, dass Kunden teilweise nicht mehr mitgenommen werden konnten. Zuerst sei eine Durchsage gekommen, dass keine Fahrräder mehr mitgenommen werden könnten, „bitte den nächsten Zug nehmen“. Dann habe es in Baden-Baden geheißen: „Der Zug ist derart überfüllt, wir dürfen so nicht weiterfahren“. Gäste wurden auch hier nach Angaben von Reisenden gebeten, den nächsten Zug zu nehmen. In Rastatt sei eine neue Durchsage gefolgt: „Bitte kein Einstieg mit dem Surfbrett und Paddelboot“.

Am Kölner Hauptbahnhof versuchten zahlreiche Reisende vergeblich, mit ihren Fahrrädern noch einen Platz in den Abteilen zu bekommen – auch in vielen anderen Bahnhöfen in Nordrhein-Westfalen ist es noch einmal richtig voll geworden. Auf den Bahnsteigen der Fernzüge, in denen das 9-Euro-Ticket nicht gilt, war die Lage hingegen entspannt.

Die Strecken Hannover-Norddeich und Bremen-Osnabrück waren in Niedersachsen und Bremen jeweils in beide Richtungen am Pfingstmontag außergewöhnlich stark ausgelastet, teilte die Deutsche Bahn auf Twitter mit. Die Mitfahrt konnte demnach zeitweise nicht garantiert werden, die Mitnahme von Fahrrädern war nicht mehr möglich, hieß es. Dasselbe galt für einzelne Verbindungen von Osnabrück und Hannover nach Bremerhaven.

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Auf diesen Autobahnen nahe der Ostsee drohen Staus

Auf den Autobahnen rechnet die Autobahnpolizei erst ab Mittag mit einem Anstieg des Verkehrsaufkommens. Hier dürfte es laut den Beamtinnen und Beamten sowie dem ADAC nahe der Ostsee eng werden:

  • Baustellen auf der Autobahn 20
  • die Trebeltalbrücke bei Tribsees und der halbseitig gesperrte Abschnitt bei Kröpelin
  • der A 24 bei Neustadt-Glewe
  • an den Autobahnkreuzen Wismar (A 20/A 14), Rostock (A 20/A 19) und Schwerin (A 14/A 24)
  • auf der A 24 zwischen dem Kreuz Wittstock und Berlin
  • Anbindungen an die Inseln Rügen über die Bundesstraße 96 und die Insel Usedom über die Brücken in Wolgast (B 111) und Zecherin (B 110)
  • an der Meiningenbrücke bei Barth sind Behinderungen zu erwarten
Video: Punks feiern in Fußgängerzone auf Sylt

Langes Wochenende und 9-Euro-Ticket: Vielerorts wurden zu Pfingsten Chaos auf Sylt befürchtet. So war die Lage in Westerland und Kampen am Sonnabend.

Auf der A1 in Richtung Süden ab Neustadt hat sich in der Baustelle am Mittag ein zwölf Kilometer langer Stau aufgebaut, da in Richtung Süden der Verkehr nur auf einer Spur fließen kann. Dennoch spricht die Leitstelle der Polizei von ganz normalem Rückreiseverkehr. In Richtung Norden ist die Autobahn dagegen nach Polizeiangaben frei, berichten die „Lübecker Nachrichten“. Seit Mai lässt die Autobahn GmbH auf etwas über neun Kilometern die marode Fahrbahn auf der A1 erneuern.

Die A7 zwischen dem Dreieck Walsrode und Bad Fallingbostel war sogar stundenlang in beide Richtungen voll gesperrt. Grund war ein psychisch kranker 56-Jähriger, der mit einem Wohnwagen-Gespann in Schlangenlinien über alle drei Fahrspuren in Richtung Norden gefahren war, woraufhin andere Autofahrer die Polizei alarmierten. Die Beamten stoppten den Fahrer, konnten ihn aber nicht kontrollieren, weil der Mann einen Rottweiler im Wagen hatte, der niemanden an den 56-Jährigen heranließ. Zudem behauptete der Fahrer, dass er eine Bombe an Bord hätte. Die Polizei wartete dann auf einen Tierarzt aus dem nahe gelegenen Serengeti-Park in Hodenhagen, der den Hund betäuben sollte. Auch rund um Bremen und bei Leer kam es am Montag zu Verzögerungen auf den Autobahnen.

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Massive Verkehrsstörungen auch in NRW

Auch auf den NRW-Autobahnen hatte der ADAC Nordrhein am Montagnachmittag wieder massive Verkehrsstörungen erwartet. Zu den häufigen Staustrecken in NRW zählen laut ADAC-Übersicht die A 1 (Köln – Dortmund – Osnabrück), A 3 (Köln – Oberhausen – Emmerich – Arnheim) und A 4 (Großraum Aachen/Kölner Ring) sowie die A 40 (Dortmund – Essen – Duisburg – Venlo) und die A 46 (Düsseldorf – Wuppertal).

Autobahnen mit besonders großer Staugefahr sind laut dem ADAC in ganz Deutschland zudem die Großräume Hamburg, Berlin, Stuttgart, Köln, Frankfurt, München, A 1/A 3/A 4 Kölner Ring, A 1 (Köln – Dortmund – Bremen – Lübeck), A 2 (Dortmund – Hannover – Berlin), A 3 (Oberhausen – Frankfurt – Nürnberg – Passau), A 4 (Kirchheimer Dreieck – Erfurt – Dresden), A 5 (Hattenbacher Dreieck – Frankfurt – Karlsruhe – Basel), A 6 (Kaiserslautern – Mannheim – Heilbronn – Nürnberg), A 7 (Hamburg – Flensburg), A 7 (Hamburg – Hannover – Würzburg – Füssen/Reutte, A 8 (Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg), A 9 (München – Nürnberg – Berlin), A 10 (Berliner Ring), A 11 (Berliner Ring – Dreieck Uckermark), A 19 (Dreieck Wittstock/Dosse – Rostock), A 24 (Berlin – Dreieck Wittstock/Dosse), A 61 (Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen), A 81 (Stuttgart – Singen), A 93 (Inntaldreieck – Kufstein), A 95/B 2 (München – Garmisch-Partenkirchen), A 99 (Autobahnring München).

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RND/bv/dpa

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