So wollen Airlines die Lebensmittelverschwendung reduzieren

Essen im Flugzeug.

Essen im Flugzeug.

6,1 Millionen Tonnen – so viel Abfall wurde nach Schätzungen des internationalen Luftfahrtverbandes (IATA) im Jahr 2018 in Flugzeugen produziert. Bei knapp einem Viertel davon soll es sich um noch genießbare Lebensmittel und Getränke gehandelt haben. Selbst ungeöffnete Kekse, Joghurt oder Butter wandern in den Abfall. Grund für die Vernichtung eigentlich noch verwendbarer Lebensmittel nach der Landung sind nach Angaben der IATA die Hygieneregeln der Länder.

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Eurowings setzt auf halbe Preise und KI

Mehrere Airlines versuchen dieser Verschwendung von Lebensmitteln einen Riegel vorzuschieben. Lufthansa-Tochter Eurowings hat beispielsweise eine „Happy Hour“ eingeführt: Auf dem letzten Flug des Tages verkauft das Bordpersonal der Fluggesellschaft die verbliebende Verpflegung wie Sandwiches oder Snacks zum halben Preis.

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Außerdem setzt das Unternehmen nach eigenen Angaben auf einen „Load Planner“ – eine durch Künstliche Intelligenz (KI) gestützte Plattform. Mit deren Hilfe lernt Eurowings bei jedem Flug mehr über das Essverhalten der Passagiere und kann so die tägliche Beladung mit Lebensmitteln dem tatsächlichen Bedarf immer besser anpassen und dadurch Verschwendung vermeiden.

Auch Swiss hat im vergangenen Jahr von August bis September Testläufe mit „Too Good To Go“ gestartet, bei denen Fluggästen ab Genf auf dem letzten Flug des Tages alle unverkauften frischen Produkte zu einem reduzierten Preis anzubieten.

Emirates will Abfälle um bis zu 70 Prozent reduzieren

Eurowings ist nicht die einzige, die mit der Hilfe künstlicher Intelligenz gegen Lebensmittelverschwendung vorgehen möchte. Die Airline Emirates teilt auf ihrer Website mit, dass das Unternehmen mithilfe verschiedener Technologien verfolgt, was die Passagiere an Bord bestellen, und diese Daten dann dazu nutzt, um Bestellungen möglichst genau vorherzusagen.

Menge und Art der Lebensmittel an Bord könnten so optimiert und die Lebensmittelabfälle um 30 bis 40 Prozent minimiert werden. Und die Fluggesellschaft will noch mehr: „Im Zuge der weiteren Verbesserung der Technologie streben wir eine Reduzierung der Lebensmittelabfälle um 60 bis 70 Prozent an.“

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Qatar Airways verteilt Lebensmittel zu wohltätigen Zwecken

Die Fluggesellschaft Qatar Airways hat einen anderen Weg eingeschlagen, um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Seit 2020 arbeitet die Qatar Aircraft Catering Company (QACC) mit der lokalen Wohltätigkeitsorganisation Hifz Al Naema zusammen.

Die 2008 in Katar gegründete Organisation ist die älteste Tafel im Land. Durch die Zusammenarbeit mit der QACC kann Hifz Al Naema nach Angaben der Fluggesellschaft täglich etwa 200 bis 300 Kilogramm an Essen und Getränken an bedürftige Menschen verteilen.

Japan Airlines überzeugt mit einfacher Idee

Simpel und dennoch effektiv ist die Idee, mit der Japan Airlines der Lebensmittelverschwendung entgegenwirken will. Die Fluggesellschaft bietet Reisenden auf längeren Reisen und speziell auf Nachtflügen eine sogenannte „Meal Skip Option“ an: Vor Antritt des Fluges können Passagiere auf der Website der Airline angeben, ob sie eine Mahlzeit auslassen und ungestört durchschlafen möchten.

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RND/jaf

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