Wieder mehr Seeadler

50 Jahre Hilfe für den König der Lüfte

Foto: Seeadler in Schleswig-Holstein

Majestätisch: Seeadler gehören zu den größten Greifvögeln Mitteleuropas und erreichen eine Flügelspannweite von bis zu zweieinhalb Metern.

Postfeld. 1968 treffen sich eine Handvoll Ornithologen und beschließen, den heimischen Großvogel im Ostseeraum zu retten und dauerhaft für einen stabilen Brutbestand zu sorgen. Vertreter von WWF, Nabu, BUND, Ornithologischer Arbeitsgemeinschaft, Jägerschaft und Waldbesitzerverband gründen unter Trägerschaft des Landes die Projektgruppe Seeadlerschutz.

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Projektgruppe Seeadlerschutz

Doch um wirksam schützen zu können, müssen sie zunächst die Gefährdungsursachen ergründen – und die erweisen sich als vielfältig: Festgestellt werden zahlreiche Störungen durch Flugbetrieb, Forstwirtschaft und Jagd, Todesfälle durch Züge und Stromleitungen, aber auch das gezielte Nachstellen mit Fallen, Vergiftungen, Eierdiebstahl. Doch am verheerendsten wirken sich Pestizide wie das DDT aus, das die Eierschale brüchig werden und so den Nachwuchs sterben lässt. Während die Projektgruppe gegen die Ursachen auf politischer Ebene kämpft, mit Forstwirtschaft und Jägerschaft Schonmaßnahmen für Horst-Bäume und Sperrzonen verhandelt, Feuchtbiotope anlegt und aufforstet, schützen Freiwillige die wenigen Brutpaare rund um die Uhr.

Mehr Brutpaare und Jungtiere

In diesem Jahr waren 112 Seeadlerreviere besetzt. 103 Paare begannen mit der Brut, 70 waren erfolgreich und zogen 122 Jungen groß. „Doch 30 Brut-Abbrüche zeigen, wie stark die Seeadler auf Störungen reagieren. Ohne Schutz würde die Population wieder einbrechen. Denn die Gefährdungsursachen haben sich in 50 Jahren zwar geändert, doch beseitigt sind sie nicht“, sagt Kalin.

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