Arbeitsmarkt

6500 alleinerziehende Arbeitslose in Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein sind 6500 Alleinerziehende arbeitslos. 91,5 Prozent davon sind Frauen.

In Schleswig-Holstein sind 6500 Alleinerziehende arbeitslos. 91,5 Prozent davon sind Frauen.

Kiel. In Schleswig-Holstein sind 6500 Alleinerziehende arbeitslos - davon 91,5 Prozent Frauen. „Wir müssen angesichts der Themen ’demografische Entwicklung’ und ’Fachkräftesicherung’ alle Beschäftigungspotenziale nutzen“, sagte Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der Arbeitsagentur, der Deutschen Presse-Agentur.

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Haupt-Koopmann warb für verstärkte Anstrengungen im Bereich der Ausbildung, aber auch passende Rahmenbedingungen für Alleinerziehende durch die Unternehmen. Die Agentur fördert 2200 Alleinerziehende – 11,6 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Hoher Anteil an Langzeitarbeitslosen

Insbesondere die Gruppe der alleinerziehenden Arbeitslosen benötige „passende Brücken in den Arbeitsmarkt“ betonte Haupt-Koopmann. Sie verwies auf den hohen Anteil an Langzeitarbeitslosen (43,7 Prozent) und Alleinerziehenden ohne abgeschlossene Berufsausbildung (63,3 Prozent). Die Arbeitslosigkeit der alleinerziehenden Arbeitslosen sei von Juni 2018 bis Juni 2019 in Schleswig-Holsteinum 1,8 Prozent zurückgegangen - nur ein knappes Drittel des Rückgangs der Arbeitslosigkeit um 5,6 Prozent insgesamt.

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Viele Alleinerziehende brauchen laut Haupt-Koopmann unterstützende, auf ihre Situation hin zugeschnittene Angebote, um den Weg zurück in die Arbeitswelt zu meistern - von passenden Qualifizierungsangeboten über familiengerechte Arbeitszeiten bis hin zu einer besseren Kinderbetreuung in den sogenannten Randzeiten.

Auch Teilzeitausbildung möglich

Das Thema Qualifizierung sei von besonderer Bedeutung. Die genutzten Weiterbildungsangebote liegen schwerpunktmäßig in den Gesundheits-, Erziehungs-und Büroberufen. „Ich möchte an dieser Stelle auch für die Teilzeitausbildung werben“, sagte Haupt-Koopmann. Häufig könnten alleinerziehende junge Menschen keine Ausbildung in Vollzeit absolvieren, da sie ihre Kinder betreuen müssen. „Für sie gibt es die Möglichkeit der Teilzeitausbildung.“

Diese Möglichkeit sei noch zu wenig bekannt. So liegt der Anteil der Teilzeitausbildungsverträge an allen Ausbildungsverträgen in Schleswig-Holstein unter einem Prozent. „Hier ist noch deutlich Luft nach oben“, sagte Haupt-Koopmann.

dpa

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