Kommentar

Anne Holbach zu Senvion-Verkauf

Anne Holbach ist Wirtschaftsredakteurin der Kieler Nachrichten.

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Kiel. Am Ende der Betriebsversammlung blieb nur die ungute Erkenntnis, dass die Einschnitte bei dem Windkraftanlagenbauer schmerzhaft sein werden, selbst wenn sich endlich ein Käufer findet.

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Ein Wort des Dankes, wie es von Vorstand Yves Rannou geäußert wurde, mag zwar ein wenig Balsam für die Seele der Beschäftigten sein. Wenn sie aber Monat für Monat darum bangen müssen, ob das Geld für das nächste Gehalt noch reicht, verwundert es nicht, dass viele der Mitarbeiter schon freiwillig gegangen sind oder den Absprung suchen. So verliert Schleswig-Holstein nicht nur zahlreiche Fachkräfte. Auch Senvion hat in den Verhandlungen ein wichtiges Argument weniger, warum ein Käufer in das Know-how der Firma investieren sollte.

Ein Spiel auf Zeit kann sich Senvion nicht leisten

Senvion täte gut daran, den Verkaufsprozess jetzt zügig durchzuziehen und eine Entscheidung zu treffen, damit die Mitarbeiter endlich Klarheit über ihre Zukunft bekommen. Stattdessen verstrich eine Juni-Frist für Bieter, eine weitere Ende Juli wurde laut Medienberichten aufgehoben. Ein Spiel auf Zeit kann sich das Unternehmen nicht leisten, weil seine Verhandlungsposition mit jedem Tag schlechter wird.

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