Flüchtlinge

Bamf zahlt VHS-Sprachkurse viel zu spät

Foto: Die Volkshochschulen in Schleswig-Holstein bieten (wie hier in Kiel) Sprachkurse für Flüchtlinge im Auftrag des Bamf an. Häufig müssen sie mehrere Monate warten, bis der Bund die Rechnungen bezahlt.

Die Volkshochschulen in Schleswig-Holstein bieten (wie hier in Kiel) Sprachkurse für Flüchtlinge im Auftrag des Bamf an. Häufig müssen sie mehrere Monate warten, bis der Bund die Rechnungen bezahlt.

Kiel. Der Geschäftsführer der VHS Bad Segeberg, Michael Kölln, beziffert die Außenstände des Bamf mit 250000 Euro für nicht bezahlte Flüchtlingskurse. Frage er beim Bundesamt nach, heiße es immer wieder, dass Rechnungen nicht angekommen seien. „Selbst Briefe, die wir per Einschreiben und Rückschein beim Bamf einreichten, lagen angeblich nicht vor“, klagt Kölln und beteuert, alles versucht zu haben. Vergeblich: „Die Rechnungen werden über ein halbes Jahr nicht beglichen“, so der VHS-Chef.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Auch in Kiel wartet die VHS auf viel Geld

Die Volkshochschule Bad Segeberg ist kein Einzelfall: Auch die Förde-VHS in Kiel muss auf die Bezahlung von Flüchtlingskursen warten. „Kurz vor Weihnachten hatten wir offene Posten vom Bundesamt in Höhe von 380000 Euro“, sagt die Leiterin Helga Jones.

Verbandsdirektor spricht von landesweitem Problem

Drei bis vier Monate muss die Volkshochschule Rendsburg zurzeit auf Tilgung warten. Dass ein halbes Jahr vergeht, bevor das Bamf offene Posten begleiche, sei zuvor über zwei Jahre kein Sonder-, sondern Regelfall gewesen, sagt Leiter Rainer Nordmann. Karsten Schneider, Verbandsdirektor der Volkshochschulen in Schleswig-Holstein, spricht von einem landesweiten Problem. Ihm fehlt jedwedes Verständnis.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Bamf: Kritik "nicht nachvollziehbar"

Das Bamf äußert sich auf Nachfrage unserer Redaktion nicht zu den Vorwürfen der Volkshochschulen. Lediglich zum Fall Bad Segeberg teilt eine Sprecherin mit, dass die Kritik „nicht nachvollziehbar“ sei. Alle Abrechnungen seien zeitnah vom Bundesamt beglichen worden. Kölln weist diese Aussage als falsch zurück.

Mehr aus Schleswig-Holstein

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken