Kommentar

Bastian Modrow zur Islamisten-Debatte

Foto: Bastian Modrow

Bastian Modrow ist Polizeireporter der Kieler Nachrichten

Kiel. 25 Prozent mehr Anhänger binnen eines Jahres zu mobilisieren – das gelingt keinem anderen potenziell gewalttätigen Lager, weder rechts noch links. Zur Bewertung der angespannten Lage bei der Polizei muss man kein Kriminologe sein, um erkennen zu können, dass es für die Behörden schier unmöglich ist, diese global vernetzte Szene beobachten, geschweige denn kontrollieren zu können.

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Dass die Interessensverbände der Polizei nach zusätzlichem Personal rufen, mag manch einer als reflexartiges Gewerkschaftsgetrommel abtun. Aber das wäre verfehlt. Schon jetzt arbeiten die Ermittler am Limit. Polizisten, die als Unterstützung ins Landeskriminalamt oder zum Verfassungsschutz beordert werden, reißen an anderen Stellen Sicherheitslöcher. Hier muss das Land nachsteuern, in hochqualifizierte und vor allem gut bezahlte Fachkräfte investieren. Jeder potenzielle Gefährder, dessen Radikalisierung von der Polizei unentdeckt bleibt, kann fatale Folgen für alle haben.

Parallel dazu ist der Gesetzgeber gefordert, den Missionierungs- und Anwerbungsversuchen in Hinterhofmoscheen einen Riegel vorzuschieben. Vereinsverbote müssen her und konsequent durchgesetzt werden. Schließlich müssen Flüchtlinge besser geschützt werden: Die entwurzelten und nicht selten traumatisierten Zuwanderer sind zu leichte Beute für ideologische Rattenfänger.

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