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Baumschulen in SH

Beregnungsanlagen sind im Dauereinsatz

Foto: Eine ungewöhnlich lange Trockenperiode macht den Baumschulen in Schleswig-Holstein seit Mai zu schaffen. Foto: 

Eine ungewöhnlich lange Trockenperiode macht den Baumschulen in Schleswig-Holstein seit Mai zu schaffen. Foto:

Ellerhoop. Während für Urlauber der trockene und heiße Sommer in diesem Jahr ein Vergnügen ist, leiden die Pflanzen. Ihnen fehlt das Leben spendende Wasser, denn seit Mai gab es im nördlichsten Bundesland kaum nennenswerten Niederschläge.

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Eine positive Seite der tropischen Hitze: "Das Unkraut unter den Gehölzen wächst auch schlechter, wenn es kein Wasser bekommt - die mechanische Bekämpfung ist jetzt leicht", beschreibt Steffen die Situation. "Andererseits müssen wir ständig beregnen, und das ist im Freiland richtig aufwändig." Die Tagesroutinen funktionieren nicht mehr, weil die Pflanzen mehrfach am Tag gewässert werden müssten. Hortensien und andere empfindliche Gehölze müssen demnach zwei, drei Mal Wasser bekommen, es verdunste mehr, als ankomme.

"Wir müssen die Regenschläuche kontrollieren, aufpassen, dass die Tröpfchen- und die Kreiselregner funktionieren, und dass die Regenkanonen arbeiten", sagt Steffen zum zusätzlichen Arbeitsaufwand. Dabei müssen immer wieder technische Störungen behoben und Probleme beseitigt werden. Außerdem müsse man beim Beregnen sehr gut aufpassen, dass großblättrige Pflanzen keine Verbrennungen erleiden, weil Wassertropfen wie ein Brennglas wirken könnten.

Kollegen helfen sich gegenseitig

"Für die Bewässerung im Freiland sollte man eigene Brunnen haben, sonst wird das viel zu teuer", sagte Steffen: "Aber auch die eigenen Brunnen sprudeln nicht von selbst, das Wasser muss erst mal hoch gepumpt werden. Die Pumpen werden entweder mit Diesel oder mit Stromaggregaten betrieben und das geht allmählich richtig ins Geld", sagte die Baumschulgärtnerin. "Doch man kann nicht auf jeder Fläche einen Brunnen haben". So helfen sich die Kollegen untereinander, bekommen das Wasser von Hydranten des Nachbarn. Nur den kleinen Baumschulen fehle oft ein eigener Brunnen. "Die versorgen sich mit Stadtwasser. Das kostet extra."

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Die Baumschulen im Kreis Pinneberg und südlichen Teilen im Kreis Steinburg haben eine mehr als 200-jährige Tradition, sagte Steffen. Mit rund 3500 Hektar Fläche ist die Region eines der größten geschlossenen Baumschulgebiete der Welt.

Von dpa

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