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Kabinett

Besserer Schutz für Homosexuelle

Foto: Familienminister Heiner Garg (FDP) beim Christopher Street Day 2018 in Kiel.

Familienminister Heiner Garg (FDP) beim Christopher Street Day 2018 in Kiel.

Kiel.Gemeint sind Gruppen und Personen, die Homo- und Bisexualität als Krankheit betrachten und fragwürdige Therapieangebote machen. Dem wollen Kiel und Wiesbaden einen Riegel vorschieben. "Die Gleichsetzung von Homosexualität und Krankheit ist keine randständige Spinnerei, die man ignorieren könnte", sagte Familienminister Heiner Garg (FDP). "Es handelt sich um nichts anderes als gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, die verboten gehört."

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Besonderer Schutz für Minderjährige

Schwule, Lesben und Transgender seien nicht krank, sie müssten nicht geheilt werden und bräuchten keine Gehirnwäsche. Insbesondere Minderjährige sollten in besonderer Weise vor den sogenannten Konversionstherapien geschützt werden. Hier trage der Staat eine besondere Verantwortung. Der Grünen-Abgeordnete Rasmus Andresen bekräftigte gestern, dass jetzt die Bundesregierung zum Handeln aufgefordert sei – allen voran Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

"Tiefe seelische Wunden"

Die Jamaika-Koalition aus CDU, Grünen und FDP hatte im März gemeinsam mit SPD und SSW die Landesregierung beauftragt, im Bundesrat aktiv zu werden. „Diese Methoden und Therapien sind verstörend und hinterlassen bei den Betroffenen tiefe seelische Wunden und extreme Verunsicherung“, sagte SPD-Fraktionsvize Serpil Midyatli. „Sie können sogar zu Depressionen und Selbstmorden führen.“

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Die AfD hatte den Antrag dagegen als Symbolpolitik bezeichnet. Der Abgeordnete Frank Brodehl sagte darüber hinaus: „Toleranz sollte auch für diejenigen gelten, die aufgrund ihrer eigenen freien Entscheidung eine Beratung, Behandlung, Seelsorge, Therapie oder Veränderung wünschen.“

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