Am Gedenktag der Pogromnacht

Bombendrohung gegen jüdische Gemeinde in Flensburg

Flensburg (dpa). Entsetzen in Flensburg: Zum Jahrestag der Pogromnacht von 1938 hat es eine Bombendrohung gegen die jüdische Gemeinde gegeben. Die Synagoge wurde geräumt, dort aber nichts Gefährliches gefunden, wie ein Polizeisprecher am Donnerstagabend sagte. Zunächst hatte das «Flensburger Tageblatt» berichtet.

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Die Bombendrohung sei am Nachmittag bei der Polizei eingegangen, sagte der Sprecher. Die Polizei sei darauf mit starken Kräften angerückt. «Jetzt laufen die Ermittlungen.»

Schleswig-Holsteins Kulturministerin Karin Prien (CDU) verurteilte die Bombendrohung deutlich: „Dass es zum Jahrestag der Reichspogromnacht eine Bombendrohung gegen die Jüdische Gemeinde Flensburg gab, macht mich nicht nur traurig. Es macht mich vor allem wütend“, sagte sie. „Während wir in Deutschland an den Terror erinnern, den die Nazis 1938 verbreitet haben, wird wieder eine jüdische Gemeinde terrorisiert.“ Ihr Dank gelte der Flensburger Polizei, die schnell reagiert habe.

Am 9. November 1938 fanden die Pogrome der Nazis gegen die jüdische Bevölkerung statt. In ganz Deutschland brannten Synagogen, wurden Geschäfte geplündert und zerstört, Jüdinnen und Juden wurden misshandelt, willkürlich verhaftet und ermordet.

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