Kommentar

Christian Hiersemenzel zur AfD-Fürstin

Foto: Christian Hiersemenzel

Christian Hiersemenzel ist Landeshaus-Korrespondent der Kieler Nachrichten

Kiel. Man wolle nicht zum Beobachtungsobjekt des Verfassungsschutzes werden und die Wählbarkeit im bürgerlichen Lager aufs Spiel setzen. Jetzt könnte die suspendierte Landeschefin dafür selbst verantwortlich gemacht werden.

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Im November musste eine Schülervorstellung des umstrittenen Kinofilms „Wildes Herz“ in Bad Schwartau wegen einer rechten Bombendrohung abgesagt werden. Sayn-Wittgenstein hatte zuvor auf Facebook eine Schulinformation mit allen wichtigen Angaben veröffentlicht. Die Grünen witterten einen Zusammenhang, was Sayn-Wittgenstein jedoch als absurd zurückwies. Ende November ploppte die Nachricht hoch, dass die Politikerin 2014 für den Verein „Gedächtnisstätte“ im thüringischen Guthmannshausen geworben hatte, was die Fraktion als willkommenen Anlass nutzte, die Fürstin rauszuwerfen. Aber war sie nun jemals Mitglied im Verein? Es gibt dazu widersprüchliche Aussagen. Seit gestern kursiert der Vorwurf, wonach die 64-Jährige einen dubiosen E-Mail-Verteiler unterhält.

Wohlgemerkt: Sayn-Wittgenstein bekleidet als Landtagsabgeordnete ein hohes Amt, bezieht jeden Monat Geld vom Steuerzahler. Da darf man erwarten, dass sie sich kritischen Fragen stellt. Bisher liefert sie Standardsätze, beschränkt sich auf sogenannte Pressemitteilungen via Facebook – und taucht ab. Ein Rücktritt wäre angebrachter.

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