Kommentar

Christians Hiersemenzel zum Straßenbau

Foto: Christian Hiersemenzel ist Landeshauskorrespondent bei den Kieler Nachrichten.

Christian Hiersemenzel ist Landeshauskorrespondent bei den Kieler Nachrichten.

Kiel. Verkehrsminister Bernd Buchholz beeilte sich gestern, seinen vollmundigen Versprechungen eine Einschränkung hinzuzufügen: Auch die Nachfolge-Regierungen müssten jährlich 90 Millionen Euro in den Asphalt investieren. Genau da liegt der Hase im Pfeffer.

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Die Grünen zum Beispiel, wichtige Partner in der Jamaika-Koalition und deutschlandweit auf Höhenflug, schwiegen gestern im Gegensatz zu ihren Kollegen von CDU und FDP beredt. Es gilt als offenes Geheimnis, dass ihnen der Ehrgeiz des liberalen Hansdampfs Buchholz in Sachen Straßenausbau schon lange suspekt ist. Das hat zum einen ökologische Gründe: Das Hohelied, das FDP und CDU aufs Auto anstimmen, wollen die Grünen auf keinen Fall mitsingen. Hinzu kommt der sorgenvolle Blick auf die Finanzen. Monika Heinold – die Frau, die das Landesgeld zusammenhalten muss – warnt gerade davor, dass auch eine glänzende Konjunkturphase irgendwann mal zu Ende gehen wird und sich das Land nach dem HSH-Verkauf exorbitant neuverschuldet.

Umso wichtiger ist es, zu handeln und die Mittel auszugeben, solange sie noch zur Verfügung stehen. Was jetzt nicht repariert wird, könnte in ein paar Jahren zum Grundsanierungsfall werden. Das aber würde erst richtig teuer werden.

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