Coronavirus-Variante BA.5

Corona: Infektionsmediziner rät zu Masken auf der Kieler Woche

So soll es 2022 wieder aussehen – gut besuchte Konzerte auf der Kieler Woche, wie beim Auftritt der Antilopengang auf der Hörn-Bühne 2019.

So soll es 2022 wieder aussehen – gut besuchte Konzerte auf der Kieler Woche, wie beim Auftritt der Antilopengang auf der Hörn-Bühne 2019.

Kiel. Während in der Landeshauptstadt das größte Volksfest Nordeuropas vor der Tür steht, bekommt Schleswig-Holstein es mit der Coronavirus-Variante BA.5 zu tun. Sie gilt als ansteckender als ihre Vorgängerin BA.2, die in diesen Tagen offenbar im Eiltempo verdrängt wird.

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Dennoch sind keine besonderen Infektionsschutzmaßnahmen für die Kieler Woche vorgesehen. Der Kieler Infektionsmediziner Prof. Helmut Fickenscher hingegen rät dazu, wenigstens eine Maske mit zum Feiern zu nehmen.

Wogende Menschenmassen vor den Musikbühnen, drangvolle Enge in den Budengassen: So soll die Kieler Woche nach zwei Pandemiejahren ab kommenden Freitag wieder aussehen. Helmut Fickenscher warnt jedoch, dass das Coronavirus es unter diesen Bedingungen ziemlich leicht hat, sich auszubreiten – zumal BA.5 inzwischen mehr als die Hälfte der Ansteckungen ausmachen dürfte.

Coronavirus: BA.5-Anteil wohl bereits bei 40 bis 50 Prozent

Nach Hochrechnungen eines Laborverbands steigen die Anteile der Omikron-Sublinien BA.4 und BA.5 unter den Neuinfektionen stetig.

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Wegen Corona: Mediziner rät, auf der Kieler Woche Masken zu tragen, wo es eng wird

Der Anteil dieser Coronavirus-Variante an den untersuchten Neuinfektionen betrug in der Pfingstwoche laut jüngsten Zahlen Fickenschers knapp 40 Prozent. Eine Woche zuvor lag der Wert nicht einmal halb so hoch. Dem Leiter der Landemeldestelle an der Uni Kiel zufolge steckt Schleswig-Holstein damit mitten in der befürchteten Sommerwelle – mit ungewissem Ausgang.

Zwar sei noch kein Anstieg schwerer Krankheitsverläufe festzustellen, aber die Welle sei auch noch nicht zu Ende, sagt er im Interview mit den Kieler Nachrichten.

Deshalb halte er es für richtig, Masken zu tragen, wo sich keine Abstände zu anderen Menschen einhalten lassen, so Fickenscher mit Blick auf das Volksfest. Das gelte besonders für Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen. „Die Alternative, lieber nicht hinzugehen, ist auch ganz vernünftig“, so der Mediziner. Das komme auf das Sicherheitsbedürfnis jedes einzelnen an.

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Die Stadt Kiel hält sich auf Nachfrage mit konkreten Empfehlungen zurück und verweist auf die offiziellen Corona-Regeln in Schleswig-Holstein: „Die derzeitige gesetzliche Lage zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gibt keine Anforderungen für Veranstaltungen vor.“

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Darüber hinaus geltende Maßnahmen wie die geltende Maskenpflicht im öffentlichen Personennahverkehr hätten keine organisatorischen Auswirkungen auf die Kieler Woche.

42 Corona-Teststationen in der Landeshauptstadt Kiel zur Kieler Woche

Bezüglich Corona auf der Kieler Woche sei die Stadt aber „natürlich im regelmäßigen Austausch mit dem Gesundheitsministerium“. Auch das Kieler Gesundheitsamt ist demnach auf ein mögliches Ausbruchsgeschehen vorbereitet und könne laut Stadt jederzeit mit Maßnahmen wie der Isolierung von Infizierten tätig werden.

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Auch eine gute Testinfrastruktur ist in Kiel während der Kieler Woche gewährleistet. In der Landeshauptstadt sind noch 42 Teststationen in Betrieb, eine davon zieht extra während der Kieler Woche nach Schilksee. Die Bürgertests sind noch bis Ende Juni kostenlos.

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Eine spezielle Aktion plant die Stadt Kiel, um die Impfbereitschaft zu erhöhen: Die ersten Besucherinnen und Besucher des Kieler Impfzentrums während der Kieler Woche erhalten besondere „Kiwo“-Souvenirs.

Von Tilmann Post und Jonas Bickel

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