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Das Gas wird teurer - aber haben wir denn auch genug?

Begehung der Gas-Kaverne der Stadtwerke Kiel im Kieler Stadtteil Rönne: Industriemechaniker Michael Becherer, 59, spürt mit einer Gassonde austretendes Gas auf.

Die Gas-Kaverne der Stadtwerke im Kieler Stadtteil Rönne ist schon gut gefüllt. Doch mit dem Inhalt des kleinsten Gasspeichers in Deutschland käme das Land allein nicht weit.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

es ist noch gar nicht so lange her, da stritt sich die Landespolitik noch kräftig über Sinn und Unsinn eines LNG-Terminals in Brunsbüttel. Noch unmittelbar vor dem Start in den Wahlkampf hatte die grüne Basis ihren Spitzenpolitikern die rote Karte für das Projekt gezeigt. Doch jetzt muss alles ganz schnell gehen. Bis zur nächsten Heizperiode wollen schließlich alle möglichst unabhängig vom russischen Gas sein. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) gab heute noch einmal den Zeitplan vor: Schon zum Jahreswechsel sollen die ersten Flüssigerdgas-Terminals in Deutschland in Betrieb gehen, einer in Wilhelmshaven und einer eben auch in Brunsbüttel. Gleichzeitig unterzeichnete Habeck eine Absichtserklärung mit Energieunternehmen, dass die LNG-Schiffe bis zum März 2024 „vollausgelastet“ Gas zur Verfügung gestellt bekommen. Einer seiner Vorgänger als Umweltminister in Schleswig-Holstein veranlasst diese Aussicht sogar zu vorsichtigem Optimismus. Klaus Müller, Chef der Bundesnetzagentur, war heute zu Gast im Kabinett von Ministerpräsident Daniel Günther. Seine Prognose: Wenn es gelinge, neben Energieeinsparungen von 20 Prozent zusätzliche Mengen Flüssiggas für die Versorgung sicherzustellen, dann „können wir den kommenden Winter mit zwei Handbreit Wasser unterm Kiel durchstehen.“ Was sich nicht ändert: Die Höhe der Heizkostenabrechnung wird erst einmal nur eine Richtung kennen: nach oben.

Alles wird teurer? Nicht alles! Man hat sich ja fast schon daran gewöhnt, aber das 9-Euro-Ticket hat uns in den vergangenen zweieinhalb Monaten nun wirklich günstig durch den Sommer und überall hingebracht. Und nur zur Erinnerung: Es war ausdrücklich als Entlastung für alle gedacht, die unter der allgemeinen Preissteigerung stöhnen. Abgesehen von der schwierigen Debatte darüber, wie und welcher Form das zeitlich befristete Billig-Ticket weitergeführt werden kann, hat es in vielen Bereichen des Nahverkehrs spürbare Auswirkungen. Die Fähren auf der Kieler Förde beispielsweise waren noch nie so voll wie in diesem Sommer. Das Wort Mitnahme-Effekt trifft es vielleicht in jeder Beziehung am besten.

Spannende Geschichten gibt es nicht nur im politischen Berlin zu erzählen und zu berichten. Mindestens genauso interessant sind die Geschichten aus unserer Region, die manchmal auch noch recht verzwickt sein können. Ein Paradebeispiel ist der Streit um das Bürgerbüro in Plön, mit dem sich der Bürgermeister und ehemalige Landtagsabgeordnete Lars Winter eine Disziplinarverfügung eingehandelt hatte. Doch was ist davon nun eigentlich zu halten? Wer hat was und warum entschieden? Weil auch in der Kommunalpolitik die Dinge gern mal ein bisschen durcheinandergewirbelt werden, hat mein Kollege Hans-Jürgen Schekahn die Geschichte vom Kopf auf die Füße gestellt und die Fakten für uns sortiert.

 

Nachrichtenüberblick in Kürze

 

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Solidarität in Pink: Eskortiert von Ministerpräsident Daniel Günther (unten, 4. von links) und UKSH-Direktor Prof. Nicolai Maass (unten, 6. von links) sorgten die Kieler Brustkrebssprotten beim Spendenevent „Lauf ins Leben“ an der Kiellinie für Aufmerksamkeit.

Solidarität in Pink: Eskortiert von Ministerpräsident Daniel Günther (unten, 4. von links) und UKSH-Direktor Prof. Nicolai Maass (unten, 6. von links) sorgten die Kieler Brustkrebssprotten beim Spendenevent „Lauf ins Leben“ an der Kiellinie für Aufmerksamkeit.

Schon seit Jahren ruft die Krebsgesellschaft regelmäßig zum „Lauf ins Leben“ auf. Seit zwei Jahren startet außerdem der Sprottenlauf, der von der Selbsthilfegruppe Brustkrebs veranstaltet wird. An der Kiellinie standen deshalb am Montagabend die Signale auf Pink. Am Rande der Veranstaltung hat uns eine Teilnehmerin ihre Geschichte erzählt. Lesen Sie selbst.

 

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