Unfall-Kompass

Das sind die gefährlichsten Straßen in Schleswig-Holstein

Foto: Unfälle in Schleswig-Holstein

Unfälle in Schleswig-Holstein: Das sind die gefährlichsten Straßen.

Kiel. Die Zahl der Unfälle in Schleswig-Holstein ist im Jahr 2017 gestiegen. 90.050 Mal krachte es laut Polizei, ein Anstieg um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Doch wo sind Menschen auf dem Weg zur Arbeit besonders gefährdet, welche Kreuzungen oder Autobahnabschnitte sind besonders unfallträchtig? Wo geschehen Unfälle in Schleswig-Holstein mit Verkehrstoten?

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Um Menschen in Schleswig-Holstein Antworten auf diese Fragen zu geben, veröffentlicht KN-online eine Karte über Unfälle in Schleswig-Holstein. Sie zeigt nahezu alle Unglücke im Straßenverkehr mit Personenschäden, also jene Unfälle in Schleswig-Holstein, bei denen Menschen verletzt wurden oder starben.

Dazu gibt es Zusatzinformationen – zum Beispiel, wie sich der Unfall ereignete, ob es taghell war oder dämmerte, ob die Straße regennass oder winterglatt war. So entsteht eine Übersicht über die gefährlichsten Straßen Schleswig-Holsteins.

Die Karte über Unfälle in Schleswig-Holstein enthält Angaben der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder für das Jahr 2017. Die Daten basieren auf Meldungen der Polizeidienststellen. In mehreren Bundesländern - so auch in Schleswig-Holstein - nimmt die Polizei die Koordinaten der Unfälle bei der Unfallaufnahme auf. So ist es möglich, die Unglücksstellen auf einer Karte zu verorten.

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Zahl der Unfälle in Schleswig-Holstein steigt

In den vergangenen Jahren mehrten sich die Verkehrsunfälle. Zählte die Polizei im Jahr 2013 knapp 73.788 Unfälle in Schleswig-Holstein, waren es vier Jahre später gut 16.000 mehr. Die Polizei begründet die Zunahme vor allem mit dem gestiegenen Verkehrsaufkommen.

Doch es gibt auch eine positive Entwicklung in der Unfallstatistik: Im vergangenen Jahr zählte die Polizei in Schleswig-Holstein 100 Verkehrstote - so wenige wie nie. Experten erklären den Rückgang unter anderem damit, dass die Fahrzeuge sicherer geworden sind. Außerdem habe sich die medizinische Versorgung, in der Notfallversorgung als auch im Krankenhaus, verbessert.

Unterschiedliche Angaben über Unfälle in Schleswig-Holstein

Die Daten der Statistiker, auf die sich die Karten und Grafiken in diesem Artikel berufen, weichen von den Polizeizahlen leicht ab. Die Zahlen sind ein wenig niedriger. So sind nach Angaben der Statistiker im Jahr 2017 bei Unfällen in Schleswig-Holstein 94 Menschen ums Leben gekommen; sechs weniger als die Polizei nennt.

Die amtlichen Zahlenexperten erklären diese Abweichung damit, dass sie die Unfalldaten unter anderem mit den amtlichen Angaben zu Straßen abgeglichen haben. Daten, die den Anforderungen nicht entsprechen - falsche Koordinaten etwa -, sortierten die Statistiker aus. Dies hat zur Folge, dass sie weniger Unfälle, Verletzte und Tote verzeichnen als die Polizei. Dennoch vermitteln die Zahlen und insbesondere die Orte der Unfälle in Schlewswig-Holstein ein gutes Bild über die Verkehrssituation im Land.

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Zur Auswertung: Laut Statistikamt haben sich im 2017 insgesamt 11.435 Unfälle in Schleswig-Holstein ereignet, bei denen Menschen starben oder verletzt wurden, die meisten davon leicht. Zum Vergleich: Die Polizei verzeichnete 12.526 Unfälle in Schleswig-Holstein mit Personenschäden.

Beim Blick auf die Zahlen der Statistiker ergibt sich folgendes Bild: Der weitaus größte Teil der Unfallbeteiligten verletzte sich leicht, nämlich 9658 Menschen.

Häufig Radfahrer in Unfall verwickelt

Bei Unfällen in Schleswig-Holstein waren Radfahrer häufiger in Unfälle verwickelt als Motorradfahrer und Fußgänger zusammen:

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Mehr Unfälle in den Städten

Die meisten Unfälle ereigneten sich gemessen an den absoluten Zahlen dort, wo auch die meisten Menschen wohnen und das Verkehrsaufkommen höher ist. In den großen Städten wie Kiel, Lübeck, Neumünster, Flensburg oder am Stadtrand Hamburgs ereigneten sich laut der Statistiker absolut die meisten Unfälle in Schleswig-Holstein:

Vorsicht im Kreis Pinneberg

Dabei ereigneten sich im Jahr 2017 in Schleswig-Holstein mehr Unfälle mit Personenschäden in den Sommer- als in den Wintermonaten, wohl aufgrund der Ferien, in denen mehr Menschen auf den Straßen unterwegs sind:

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Wochentags mehr Unfälle als am Wochenende

Wie stark der Zusammenhang zwischen dem Verkehrsaufkommen und der Zahl der Unfälle ist, zeigt auch die folgende Grafik. Wochentags, wenn viele Berufstätige zur Arbeit eilen, ereigneten sich nach Angaben der Statistiker mehr Unfälle in Schleswig-Holstein als am Wochenende. Wer sich sonntags ins Auto oder aufs Fahrrad setzt, kommt dagegen sicherer durch:

Mehr Unfälle am Tag

Besonders in der Dämmerung oder bei Dunkelheit fahren viele Menschen umsichtiger. Diese Vorsicht und die geringere Zahl der Verkehrsteilnehmer schlägt sich offenbar in der Statistik nieder. Nachts geschahen weniger Unfälle in Schleswig-Holstein als tagsüber:

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Weniger Unfälle im Winter

Ähnlich verhält es sich beim Blick auf die Witterungsbedingungen. Im Winter - die Zahl der Verkehrsteilnehmer ist verglichen mit den reisestarken Sommermonaten geringer und viele fahren offensichtlich vorsichtiger - gab es deutlich weniger Unfälle, obwohl die Straßen öfter glatt sind:

Unfälle in Schleswig-Holstein 2017

Die folgende Karte zeigt basierend auf den Daten der Statistiker alle Unfälle in Schleswig-Holstein im Jahr 2017, bei denen mindestens ein Mensch verletzt wurde oder starb. Sie können an die Karte heranzoomen und auf jeden einzelnen Punkt klicken oder tippen, um weitere Informationen zu dem Unfall zu erhalten:

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