Denkmalschutzbehörde Kiel

Die Fahrradstation an der Uni soll weg

Foto: Die Fahrradstation vor der Mensa 1 der Uni Kiel stört die Denkmalschutzbehörde.

Die Fahrradstation vor der Mensa 1 der Uni Kiel stört die Denkmalschutzbehörde.

Kiel. Die Freiflächen des Kernbereichs der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, zu dem der Platz vor der Mensa zählt, stehen unter Denkmalschutz und sind laut Behörde im originalen Bestand zu bewahren. „Zudem trägt die Fahrradstation auch gestalterisch neben den Werbeanlagen und Möblierungen zu einer unruhigen Situation vor dem Haupteingang der denkmalgeschützten Mensa 1 bei“, so die Denkmalschützer.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Studierendenausschuss kritisiert Denkmalschützbehörde

„Das einzige Interesse des Denkmalschutzes ist die Bewahrung der ,hübschen’ 70er-Jahre-Waschbetonbauten“, kritisierte Julian Schüngel vom Vorstand des Studierendenausschusses (Asta). „Dabei missachten sie komplett die Bedürfnisse und Anforderungen der Menschen, die sich hier täglich aufhalten und diesen Ort mit Leben füllen.“ Zusätzlich sollen auch sechs vom Studentenwerk aufgestellte Tische weichen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Platznot in der Mensa

Die Universität sei vom Asta – der die Fahrradstation aufgebaut hat – vorher nicht gefragt worden, sagte Uni-Sprecher Boris Pawlowski. „Gleichwohl finden wir solche Angebote sinnvoll“, so Pawlowski.

Auch die vom Studentenwerk aufgestellten Tische stehen zur Disposition. Ein Problem, denn: „Unsere Mensen sind zu klein, und wir haben Platznot“, so Pawlowski.

Auch Landespolitiker kritisieren Behörde

„Ein Denkmalschutz, der sich an so kleinen Eingriffen aufreibt, ist absurd und muss sich nicht wundern, wenn er eine Steilvorlage für Satiresendungen bietet“, sagte Anita Klahn von der FDP.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

„Denkmalschutz darf nicht dazu führen, dass Innovationen und modernes Leben nicht mehr stattfinden können“, sagte Tim Brockmann (CDU).

Prof. Heiner Dunckel und Martin Habersaat (SPD) erklärten: „Die Auflagen der Denkmalschutzbehörden dürfen der Studierbarkeit keine Steine in den Weg legen.“

„Etwas absurd“ findet Lasse Petersdotter (Grüne) die Debatte. Er sei davon überzeugt, dass es zu einer einvernehmlichen Lösung kommen wird. „Ein Essen in der Sonne muss möglich bleiben und das Angebot, kostenlos auf dem Campus Fahrräder reparieren zu können, ist sinnvoll“, so Petersdotter.

Baudezernentin will Lösung finden

Am Donnerstagabend signalisiert Baudezernentin Doris Grondke Entgegenkommen: „Wir nehmen den Ball gerne nochmal auf und versuchen, eine Lösung zu finden.“ Dafür wolle sie in Kürze alle Beteiligten an einen Tisch holen.

Mehr aus Schleswig-Holstein

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen