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Etwas anderer Jahresrückblick

Die skurrilsten Polizeimeldungen aus Schleswig-Holstein im Jahr 2021

Das Jahr 2021 bot wieder einige Polizeimeldungen zu skurrilen Einsätzen.

Das Jahr 2021 bot wieder einige Polizeimeldungen zu skurrilen Einsätzen.

Kiel.Manchmal skurril, teilweise zum Schmunzeln oder Kopfschütteln – aber in jedem Fall nicht alltäglich: Die besten Polizeilacher des Jahres 2021 aus der Region, von Lokal- bis Landes- und Bundespolizei, zusammengefasst in einem Artikel. Hier ist er, viel Spaß beim Lesen. Beim Klick auf den Link geht’s zum ganzen Artikel.

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Langsamer als die Polizei erlaubt

Zu Jahresbeginn stahl ein Mann in Kiel zunächst einen Streuwagen von einem Betriebsgelände und lieferte sich danach eine "Verfolgungsfahrt" mit der Polizei – mit einer Geschwindigkeit von 15 Kilometern pro Stunde. Auf Polizeisignale reagierte der Fahrer nicht. Stattdessen rammte er einen Streifenwagen und setzte sein Fluchtfahrzeug auch noch gegen eine Ampel. Gesamtschaden 15.000 Euro. Der Streuwagen-Diebstahl, eine vom Anfang bis zum Ende saudumme Idee.

13.000 Briefe nicht zugestellt

Job verfehlt, könnte man sagen: Im Januar nahmen Polizei und Staatsanwaltschaft in Preetz zwei Briefzusteller fest. Sie hatten knapp 13.000 Briefe nicht zugestellt, sondern in einer Parzelle einer Kleingartensiedlung verstaut. Insgesamt hatten sie nur 108 davon geöffnet. Ob die beiden auf gut gefüllte Weihnachtspost hofften, blieb unbekannt. Oder waren es in Wahrheit Briefmarkensammler?!

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Abzocke mit Corona-Zahlungen aus China

Betrüger nutzten leider auch 2021 zahlreiche Maschen, um Menschen übers Ohr zu hauen. Enkeltrick, falsche Polizeibeamte, Schockanruf: Die Liste ist lang. Und natürlich wurde auch die Corona-Pandemie für kriminelle Machenschaften genutzt. Doch diese mutete nun wirklich skurril an: Telefon-Abzocker versuchten Anfang März, sich als offizielle Behörde auszugeben, und versprachen eine Corona-Ausgleichszahlung aus China als Entschädigung für die Corona-Pandemie. Natürlich müsse man zuvor nur eine kleine Bearbeitungsgebühr überweisen. Wer’s glaubt. Die gute Nachricht: Laut Landespolizeiamt blieben alle Betrugsversuche erfolglos. Dass das so bleibt, wäre ein schöner Wunsch für 2022.

Diesel-Diebstahl – etwas zu früh

Ein bisschen früh dran: Im Sommer pumpten unbekannte Täter in Preetz Dieselkraftstoff aus drei Lkw, die auf einem Betriebsgelände standen. Zuvor kletterten sie über einen Zaun und brachen die Tankverschlüsse auf. Den Schaden bezifferte die Polizei auf 1100 Euro. Hätten die Diebe mal ein paar Monate auf steigende Energiepreise gewartet. Da wäre mehr drin gewesen.

Fahren zwei Familien aus NRW an den Strand

Das war wirklich mies. Auf dem Ferienhaus-Parkplatz hatte eine Familie aus Nordrhein-Westfalen Strandspielzeug und eine Strandmuschel ausgeladen – kurz darauf waren die Sachen weg. Doch am nächsten Tag entdeckten sie einen Teil davon am Strand in Laboe bei einer anderen Familie, ebenfalls aus NRW. Die Polizei stellte die mutmaßlichen Täter zur Rede, aber keine Anzeichen von schlechtem Gewissen. Erst als die Beamten mit einer Durchsuchung der Ferienwohnung drohten, gaben die Diebe klein bei. Das Spielzeug wanderte noch am selben Tag zurück – und sechs Kinderaugen strahlten.

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Respekt für zwei Radfahrerinnen

Weniger skurril, aber lobenswert: Nach einem Ladendiebstahl in der Holtenauer Straße in Kiel verfolgten zwei couragierte Radfahrerinnen den flüchtigen Täter. Sie teilten der Polizei per Handy laufend den aktuellen Standort des Ladendiebs mit, der wenig später mit neun Parfum-Packungen gestellt werden konnte. Ob die Helferinnen zum Dank vom beklauten Geschäft jeweils eine davon bekamen, ist nicht überliefert.

Unauffällig durch den Zug

Was mache ich, wenn ich zur Festnahme ausgeschrieben bin? Richtig, ich laufe schreiend und halbnackt durch den Zug. Beamte der Bundespolizeiinspektion Kiel wurden im August zu einem Einsatz in einem Regionalzug zwischen Travemünde und Lübeck gerufen. Eine 56-Jährige lief oben ohne und schreiend durch die Abteile. Ausweisen konnte sich die Dame nicht, doch eine Computerüberprüfung brachte drei Fahndungstreffer – unter anderem eine Ausschreibung zur Festnahme durch die Staatsanwaltschaft München. Vom Lübecker Hauptbahnhof ging es dann in die JVA nach Schleswig – mit Klamotten.

Tempo-70-Schild abgesägt

Wo kein Schild, da auch keine Strafe! Das dachte sich offensichtlich ein Autofahrer, nachdem er im August eines Nachts auf der Landesstraße 165 bei Stakendorf geblitzt wurde. Dort sind 70 Kilometer pro Stunde erlaubt. Zwei Fahrer waren in besagter Nacht deutlich zu schnell unterwegs, einer fuhr satte 165 Kilometer pro Stunde. Was also tun? Der Verdacht der Polizei: Der Autofahrer setzte zurück und sägte kurzerhand das Tempo-70-Schild ab – denn das war am nächsten Morgen verschwunden. Vielleicht hätte er besser den Blitzerkasten zersägt.

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Stacheliger Einbrecher

Täter auf frischer Tat ertappt – oder so ähnlich: Am 14. September hörte eine Anwohnerin in Neumünster vom Nachbargrundstück verdächtige Geräusche. Sie befürchtete einen Einbruch, verständigte die Polizei. Drei Streifenwagen umstellten das Haus, doch Einbrecher fanden sich dort nicht. Doch dann schepperte es im Garten, und da war er: Ein Igel versuchte, eine Metalldose wegzuschaffen und beschallte damit die Nachbarschaft. Die Beamten beließen es bei einer Ermahnung.

Flucht in den Kuhstall

In eine Sackgasse, äh, Kuhstall manövriert: Anfang November lieferte sich die Polizei in Bendorf im Kreis Rendsburg-Eckernförde eine Verfolgungsfahrt mit einem 54-jährigen VW-Bus-Fahrer. Er war nicht angeschnallt gewesen. Doch statt sich von der Polizei anhalten zu lassen, bretterte er mit 100 Kilometern pro Stunde durch die Ortschaften. Schließlich bog er in die Hofeinfahrt eines Bauernhofes – und steuerte den Wagen direkt in das offene Tor eines Kuhstalls. Im Futtergang war für ihn dann Endstation. Warum er geflüchtet war? Der Mann fuhr mit einem falschen Kennzeichen.

Schnell, aber blöd unterwegs

Rasen gegen die Polizei – eine äußerst kluge Idee. So geschehen Ende November auf der A 215 von Kiel in Richtung Neumünster. Ein 25-Jähriger überholte einen blau-silbernen Streifenwagen und legte dann mit der Show los. Warnblinkanlage an und in der Baustelle Höhe Blumenthal bei erlaubten 80 Kilometer pro Stunde auf 200 beschleunigen. Nach kurzer Verfolgung stellten die Polizisten den Fahrer. Die Begründung für die wilde Fahrt: Er sei von seinen Freunden dazu angestachelt worden, sagte der 25-Jährige. Tolle und intelligente Freunde, wirklich.

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Geklaute Weihnachtsstimmung

In betrunkenem Zustand kam ein 30-Jähriger Mitte Dezember offensichtlich auf die Idee, in seiner Kieler WG etwas mehr Weihnachtsstimmung verbreiten zu wollen. Doch warum sich selbst Gedanken um festlichen Schmuck machen? Also griff sich der Mann einfach einen geschmückten Weihnachtsbaum aus einem Vorgarten und trug ihn nach Hause.

Doch was er nicht wusste: Der Vorgarten war mit einer Überwachungskamera ausgestattet – und der Weihnachtsbaum landete schließlich wieder an seinem rechtmäßigen Platz. Was lernen wir daraus? Finger weg vom Alkohol – und von fremden Weihnachtsbäumen.

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