„GW2441m“

Immer wieder Schafe erbeutet: Einzelner Wolf in SH reißt 16 Nutztiere

Ein Wolf streift durch ein Gehege.

Ein Wolf streift durch ein Gehege.

Flintbek. Ein einzelner Wolf hat in Schleswig-Holstein 16 Nutztiere in den vergangenen Monaten gerissen. Das Tier mit der Kennung „GW2441m“ hat immer wieder einzelne Schafe erbeutet, keines war durch wolfsabweisende Zäune gesichert, wie das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und Ländliche Räume (LLUR) am Donnerstag mitteilte. Der Wolf überwand große Strecken, war in den Kreisen Segeberg, Rendsburg-Eckernförde, Steinburg und Schleswig-Flensburg aktiv.

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Nach Angaben des LLUR wurden in den vergangenen Wochen wieder vermehrt Wolfssichtungen und Schafsrisse dokumentiert. Jedoch kein anderer Wolf sei so oft nachgewiesen worden wie „GW2441m“, sagte Sprecher Martin Schmidt. Das Wolfsmanagement rief Halter auf, ihre Nutztiere besser zu zäunen, damit „GW2441m“ sich nicht an Schafe als leicht zugängliche Beute gewöhne.

Herkunftsrudel und Alter des Wolfes unbekannt

Der Wolf wurde erstmals am 17. Dezember 2021 im Bereich Flintbek (Kreis Rendsburg-Eckernförde) nachgewiesen und zuletzt bei einem Reh-Riss in der Nähe von Todesfelde (Kreis Segeberg) am 6. April. Herkunftsrudel und Alter sind unbekannt.

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2021 wurde ein Dutzend Wölfe in Schleswig-Holstein nachgewiesen. Laut LLUR hat sich aber kein Wolfspaar oder gar ein Rudel dauerhaft hier niedergelassen. Im Grenzbereich zu Mecklenburg-Vorpommern ist ein Wolfspaar bestätigt. Es sei aber unklar, ob die Tiere sich dort dauerhaft aufhalten oder weiterwandern.

Bislang elf tote Wölfe im Norden gefunden

Ein Nutztierriss hinter einem wolfsabweisenden Zaun sei im Land zuletzt am 3. Oktober 2020 nachgewiesen worden, sagte Schmidt. Dithmarschen, Pinneberg, Steinburg, Segeberg und Herzogtum-Lauenburg sind Wolfspräventionsgebiete. Halter von Schafen und Ziegen können dort Anträge zur Förderung wolfsabweisender Zäunung stellen.

Bisher wurden im Norden elf tote Wölfe gefunden, zehn starben bei Verkehrsunfällen. Im Kadaver eines im Oktober nahe der Bundesstraße 5 tot gefundenen Wolfs wurden Geschossreste gefunden. Die Todesursache ist unklar. Das Umweltministerium hat Anzeige wegen Beschusses einer streng geschützten Tierart erstattet.

Von RND/dpa

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