Meinung

Energie sparen: KN-Leser finden, da geht politisch noch viel mehr

Gas ist die Basis der Kieler Energieversorgung aus dem Küstenkraftwerk: Die Stadtwerke Kiel erzeugen hier Wärme und Strom durch die Verbrennung von Gas.

Gas ist die Basis der Kieler Energieversorgung aus dem Küstenkraftwerk: Die Stadtwerke Kiel erzeugen hier Wärme und Strom durch die Verbrennung von Gas.

Kiel/Berlin. Energieminister Tobias Goldschmidt (Grüne) will Strom für Schleswig-Holstein durch niedrigere Netzentgelte billiger machen. Trotzdem rät er eindringlich zum Sparen – vor allem beim Gas. Jede gesparte Kilowattstunde wirke als Preissenker an den Märkten, sagte er. Auch die Kommunen sparen: kältere Büros in den Ämtern, unbeheiztes Wasser in Bädern oder weniger Beleuchtung in Innenstädten.

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Großer Effekt für wenig Geld

Bei der Strompreisgestaltung sind die Gaskraftwerke – wie zum Beispiel in Kiel – durch die hohen Gaspreise ein Antreiber.

Statt mit komplizierten Mechanismen die Preise zu manipulieren, könnte es helfen, die Einkaufspreise für die Gaskraftwerke finanziell zu unterstützen. Sie könnten dann ihren Strom zu günstigeren Preisen anbieten und würden so den Spotmarkt für Strom entlasten.

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Ich denke, dass so mit relativ wenig Geld ein großer Effekt erreicht werden könnte.

Klaus Ronneberger, Preetz

Brauchen keine Sonderwege, sondern eine realistische Strategie

Das Ergebnis der politischen Sonderwege endete für die deutsche Bevölkerung immer katastrophal. Von den Parteien, die ein derart aggressives Ausstiegsszenario von fossilen Brennstoffen seit Jahren/Jahrzehnten vertreten, muss man erwarten können, dass sie ein bezahlbares Energiekonzept aufzeichnen können.

Es bedarf einer Strategie mit konkreten Meilensteinplänen. Mit welcher Art von Kraftwerken sollen in der Zukunft in Deutschland die Grundlast-, die Mittellast- und die Spitzenlastenergie kontinuierlich bereitgestellt werden? Lediglich auf die Photovoltaik und Windenergie zu verweisen ist ungenügend, da diese Alternativen unstetige Ergebnisse erzeugen. Zu wenig oder auch zu heftiger Wind heißt Stillstand der Windräder. Photovoltaik-Anlagen in der nassen und trüben Jahreszeit erzeugen wenig bis keinen Strom – gerade dann wird der Strom aber dringend benötigt.

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Beim „Hoffnungsträger Wasserstoff“ gilt es aufzuzeichnen, in welchen Zeiträumen die Industrie, die privaten Haushalte, die Automobilindustrie, die Schifffahrt etc. flächendeckend versorgt werden können – und zu welchen Preisen pro Kilowattstunde.

Unser Wirtschaftsminister im Bund sprach: Wir haben ein Wärmeproblem und kein Stromproblem. Zur Erzeugung von Wärme im Wohnhaus werden Wärmepumpen favorisiert. Diese Wärmepumpen werden mit sehr viel Strom betrieben. Ab dem 15. August 2022 reduzierte sich außerdem der Zuschuss zu den förderfähigen Kosten über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle um fünf bis zehn Prozentpunkte.

Fazit: Neben einer fehlenden Energiestrategie werden die Zuschüsse reduziert. Das zeigt uns Verbrauchern auf, dass wir uns hier mit sehr hohen Investitionskosten und hohen Betriebskosten konfrontiert sehen, die im Bestandswohnungsbau und Neubau nicht mehr zu stemmen sind.

Josef Keßler, Altenholz

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