Bad Oldesloe

Ermittlungen zu Gewaltvideo an Schulen laufen

Die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Karin Prien (CDU) hat Anzeige gegen Unbekannt gestellt.

Die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Karin Prien (CDU) hat Anzeige gegen Unbekannt gestellt.

Bad Oldesloe/Kiel. Die Clips werden über die Kurznachrichtendienste Whatsapp und Messenger in den sozialen Medien mit einer Sprachnachricht verschickt, wie die Polizei am Donnerstag bestätigte. "Am 11. Dezember ist der Polizei gemeldet worden, dass bei Schülern an mehreren Schulen in Bad Oldesloe ein Video kursieren soll, das Gewalttätigkeiten gegen Kleinkinder im Alter von geschätzt sechs Monaten zeigt", sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Ratzeburg. "Das Video ist begleitet mit einer Sprachnachricht im Umlauf, in der eine männliche Person dazu auffordert, den Film weiterzuverbreiten, um den Täter bzw. die Täterin zu ermitteln."

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Die Ermittlungen werden von der Kriminalinspektion Bad Oldesloe in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft Lübeck geführt. Nach derzeitigem Kenntnisstand "ist nicht davon auszugehen, dass es sich um eine in Deutschland gefilmte Tat handelt", heißt es vonseiten der Polizei. Nach Mitteilung des Bundeskriminalamtes sei das Video seit dem Sommer im Umlauf und es wurde bereits von mehreren Ländern in eine internationale Bilddatenbank eingestellt. Dort gebe es den Hinweis, dass die Täterin - die Kindsmutter - und die Kinder in Saudi-Arabien identifiziert worden seien. Die Mutter sei festgenommen worden.

Das Verbreiten der Videos stelle eine Straftat dar, die mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr geahndet werden könne, so die Polizei. "Der Fokus der Ermittlungen liegt zunächst auf der Klärung, durch wen das Video ursprünglich versandt worden ist, sodass es in die Schülerschaft der Bad Oldesloer Schulen gelangte."

Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) erstattete wegen dem an Schulen in Bad Oldesloe kursierenden Gewaltvideo Anzeige gegen Unbekannt. Die Ministerin sei sehr besorgt wegen dieser Vorfälle und habe deshalb die Ermittlungsbehörden eingeschaltet, sagte Ministeriumssprecher Thomas Schunck am Donnerstag.

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RND/ctö/pat

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