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Grippe-Welle

Erste Klinik versorgt nur noch Notfälle

Foto: Zu viele Patienten, zu wenig Personal: Wegen der Grippe-Welle zieht die Leitung der Imland Klinik Rendsburg jetzt Konsequenzen.

Zu viele Patienten, zu wenig Personal: Wegen der Grippe-Welle zieht die Leitung der Imland Klinik Rendsburg jetzt Konsequenzen.

Kiel. Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) hat vorübergehend tägliche Lagebesprechungen mit den Krankenhäusern im Land angesetzt, um die Unterbringung von Patienten besser koordinieren zu können.

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Die Lage in Schleswig-Holstein bleibt angespannt. Die Anzahl schwerer grippaler Infekte und Fälle echter Influenza steigt weiter. Für viele Betroffene sind die Symptome nicht eindeutig zu bestimmen. Die Wartezimmer sind restlos überlaufen. Verstärkt überweisen Hausärzte Erkrankte in Kliniken. Die Folge: Landesweit herrscht Bettenmangel. Das erste Krankenhaus zieht jetzt Konsequenzen: „Wir haben heute für die Imland Klinik Rendsburg beschließen müssen, die Behandlung von Patienten in wichtigen Bereichen und insbesondere im OP nur noch auf vordringliche Notfälle und Patienten mit schweren Erkrankungen zu beschränken“, berichtete Geschäftsführer Dr. Hans-Markus Johannsen. In 15 Jahren habe er keine vergleichbare Situation erlebt, sagte er KN-online.

Alle 720 Betten seien belegt. Um den Ansturm zu bewältigen, müssten Flurbetten aufgestellt werden. Überdies kämpfe die Imland Klinik mit hohen Krankenzahlen beim medizinischen Personal. „Aus diesen Gründen werden wir das OP-Programm bis Ostern deutlich reduzieren und vordringlich auf Notfall-Operationen beschränken müssen“, kündigte die Ärztliche Direktorin Petra Struve. Sie warb um Verständnis: Die Maßnahmen seien aus Sicht der Klinikleitung unabdingbar, um die Notfallversorgung zu gewährleisten.

Laut Kompetenzzentrum meldepflichtiger Erkrankungen am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein sind derzeit mehr als 1900 erkrankte Personen landesweit gemeldet. Schwerpunkte sind die Kreise Pinneberg, Segeberg, Herzogtum Lauenburg, Plön und die Landeshauptstadt Kiel. Am entspanntesten ist die Lage zurzeit im Kreis Dithmarschen und in Neumünster. Seit Mitte Februar sind insgesamt 6156 Influenza-Fälle in Schleswig-Holstein gemeldet worden. 14 Menschen kostete die Erkrankung seit Januar nachweislich das Leben. Mit einer Entspannung rechnen Experten erst nach Ostern.

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Das Gesundheitsministerium reagiert: Minister Garg will ab heute neben Lagebesprechungen mit den Kliniken bis auf weiteres tägliche Konferenzen mit den Rettungsleitstellen führen.

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