Wirtschaft

Erste Metall-Warnstreiks in Schleswig-Holstein schon am Sonnabend

Eine Fahne mit dem Logo der IG Metall wird hochgehalten.

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Hamburg. Mit Ablauf der Friedenspflicht im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie starten auch im Norden erste Warnstreiks der IG Metall. Die Gewerkschaft rief die Beschäftigten der Nachtschicht dreier Unternehmen in Hamburg und Schleswig-Holstein dazu auf, als Protest gegen das aus ihrer Sicht nicht ausreichende Arbeitgeberangebot die Arbeit niederzulegen. Nach diesen Aktionen will die IG Metall die Warnstreiks in der kommenden Woche ausdehnen, wie der Bezirk Küste der Gewerkschaft am Freitag in Hamburg ankündigte. „Arbeitsniederlegungen sind in allen fünf norddeutschen Bundesländern geplant.“

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Zunächst sind nach Angaben der Gewerkschaft am Samstag ab 00.00 Uhr Beschäftigte der Aluminiumhütte Speira in Hamburg, des Automobilzulieferers GKN Driveline in Kiel und des Pumpenbauers Flowserve SIHI in Itzehoe zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. „Die Beschäftigten erwarten Prozente statt Einmalzahlungen, und sie haben genug von Differenzierungen und Verzicht“, sagte Bezirksleiter Daniel Friedrich. „Gemeinsam werden wir unsere Forderung nach acht Prozent mehr Geld auf die Straße tragen.“

Metall-Warnstreiks: Arbeitgeber legen erstmals Angebot vor

Parallel zu anderen Bezirken war am Donnerstag in Bremen in dritter Runde verhandelt worden. Die Arbeitgeber legten erstmals ein Angebot vor, das neben einer Einmalzahlung von 3000 Euro eine nicht bezifferte Entgelterhöhung vorsieht. „Außer bei der Einmalzahlung von 3000 Euro bleiben die Arbeitgeber im Ungefähren“, hatte Friedrich nach der Runde kritisiert. „Und dafür verlangen sie eine automatische Differenzierung und auch noch die Möglichkeit, das Weihnachtsgeld in den Betrieben zu streichen, und fordern eine Rekordlaufzeit von zweieinhalb Jahren. Was wir vor allem vermissen, ist ein Angebot für eine dauerhafte Tabellenerhöhung.“

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Im Bezirk Küste wird für rund 130 000 Beschäftigte in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Bremen und dem nordwestlichen Niedersachsen verhandelt. Die vierte Runde wurde für den 10. November in Hamburg angesetzt.

dpa

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