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Zurück nach Kirchbarkau

Familie C. scheitert in letzter Minute

Foto: Hier in Kirchbarkau sollte Mimoze C. mit ihren Kindern am 5. Juli wieder eintreffen. Vater Pellumb wollte nachkommen. Doch Mutter und Kindern wurde der Zutritt zum Flugzeug in Monte Negro verweigert.

Hier in Kirchbarkau sollte Mimoze C. mit ihren Kindern am 5. Juli wieder eintreffen. Vater Pellumb wollte nachkommen. Doch Mutter und Kindern wurde der Zutritt zum Flugzeug in Monte Negro verweigert.

Kirchbarkau. Die Familie war im August 2017 nach Albanien abgeschoben worden, obwohl ein Ersuchen an die Härtefallkommission lief. Nach massiven Protesten stoppte der Kreis Plön zwar die Abschiebung, doch es war zu spät: Die Familie saß bereits im Flugzeug. Seither kämpft ein Unterstützerkreis für die Rückkehr der Familie.

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Viele bürokratische Hürden

Sie organisierte einen Ausbildungsvertrag als Elektriker für den Vater, einen Arbeitsplatz für die Mutter. Die älteste Tochter hatte bereits eine Zusage für ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Altenpflege. Die Arbeitgeber warten seither auf die Rückkehr der Familie. Doch immer wieder mussten Auflagen erfüllt, Anträge und Bescheinigungen nachgereicht werden, um der Familie die reguläre Wiedereinreise zu ermöglichen. Inzwischen liegen alle notwendigen Unterlagen bei der Deutschen Botschaft in Tirana vor. Doch es ist ungewiss, wie lange die Bearbeitung dort dauert.

Ferien für die Kinder

"Die vier Kindern hatten sich aber schon so sehr auf das Pfadfinderlager unserer evangelischen Kirchengemeinde in Kirchbarkau  gefreut. Daran hatten sie im vergangenen Sommer teilgenommen - das war für sie die letzte schöne Erinnerung an Deutschland", berichtet Marie Charlotte Wahl vom Unterstützerkreis #kirchbarkauhilft. Deshalb wollte man den Kindern dieses gemeinsame Erlebnis mit ihren Freunden erneut ermöglichen. Die Rotarier übernahmen die Kosten für die vier Kinder. Am Wochenende soll es losgehen. Damit die Kinder rechtzeitig in Deutschland sind, gab es nur einen regulären Weg: Die Einreise mit einem Touristenvisum.

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In letzter Minute gescheitert

Am Donnerstag sollten Mutter und Kinder mit Billigflügen nach Berlin kommen. Doch am Flughafen in Montenegro wurde ihnen der Zugang zum Flugzeug verweigert. Begründung: Im Pass der Mutter sei noch der Stempel abgeschoben. Der Hinweis des Ehepaares, dass die Einreisesperre aufgehoben und dies auch im Internationalen Register vermerkt sei, wurde nicht akzeptiert. „Man hat sich geweigert, überhaupt in das Register hineinzuschauen“, berichtet der Vater. Doch die Familie will nicht aufgeben. Sie sucht jetzt nach einem anderen legalen Weg, damit Mutter und Kinder noch rechtzeitig vor dem Start der Pfadfinder-Fahrt nach Kirchbarkau kommen können.

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