Kommentar

Florian Hanauer zur Windbranche

Foto: Florian Hanauer ist Chef vom Dienst bei den Kieler Nachrichten.

Florian Hanauer ist Chef vom Dienst bei den Kieler Nachrichten.

Hamburg. Insgesamt 2000 Stellen sollen seit Anfang 2017 in Norddeutschland verloren gegangen sein. Gleichzeitig enttäuschen die Unternehmen ihre Anleger, gleich ob es die schwachen Umsätze von Siemens-Gamesa, die mauen Erwartungen von Nordex oder der Aktienkurs von Senvion ist, der binnen drei Monaten von elf auf sieben Euro eingebrochen ist.

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Wird die Windbranche zusammenschrumpfen wie einst die Solarbranche, die ebenfalls mit Milliarden Euro durch Einspeisevergütungen aufgepäppelt wurde und sich dann fast komplett nach Fernost verabschiedete? Die Wind-Lobbyisten rufen weiter nach staatlicher Unterstützung. Sie verlangen, die Ausbauziele in Deutschland wieder massiv nach oben zu korrigieren. Exportorientierung heißt für sie, Arbeitsplätze gleich mit ins Ausland zu verlegen. Dabei können deutsche Unternehmen weltweit erfolgreich Produkte verkaufen, die hier auch produziert werden. Ganze Industriezweige leben davon, allen voran die gescholtene Autoindustrie.

Die Ausbauziele für Wind in Deutschland anzuheben, macht Sinn, aber erst, wenn die Stromleitungen aus dem Norden ausgebaut sind. Bis dahin sollte die Branche versuchen, innovativer zu sein und auf eigenen Beinen stehen zu können. Das wäre ein schönes Thema für die Leitmesse der Windbranche.

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