Kommentar

Frank Behling zu den Schleusen-Havarien

Foto: Frank Behling.

Frank Behling.

Kiel. Zu langen Sperrungen der Schleusen kam es jedoch nur ganz selten. Egal ob Schleusentore oder Baggerungen: Wenn früher am Kanal etwas passierte, hatte es Priorität. Das galt damals auch für Bauprojekte.

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Das ist heute anders. Selbst der Nachbau einer simplen Schwebefähre mutiert inzwischen zu einem unkalkulierbaren Vorgang. Die deutschen Werften könnten die Schwebefähre in drei Monaten bauen – wenn sie denn dürften. Bei dem in Kiel so dringend benötigten Ersatzbau für zwei kleine Schleusenkammern rückt jetzt das Jahr 2030 in die Zeitachse. Die fünfte Schleuse in Brunsbüttel ist ein weiteres Symbol dieser Entwicklung geworden. 2012 war Spatenstich. 2018 ist die Fertigstellung noch nicht absehbar.

So eine Entwicklung ist für eine Industrienation ein Armutszeugnis. Zu verantworten haben das ausschließlich Bundesregierung und Bundestag, wo die gesetzliche Rahmenbedingungen für Planungen geschaffen werden. Solange sich dort aber nichts tut, wird weiter jede kleine Havarie den Verkehr auf dem Kanal lahmlegen.

Auf die EU lassen sich diese Entwicklungen nicht schieben. In den Niederlanden gilt auch EU-Recht. Dort werden 500 Meter lange Seeschleusen in vier Jahren gebaut.

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