Nach Corona-Fall in SH

Grüne: Absage von Großveranstaltungen kein Tabu

Mit der Ausbreitung des neuen Coronavirus auch nach Schleswig-Holstein darf nach Ansicht der Grünen im Kieler Landtag die Absage öffentlicher Großveranstaltungen kein Tabuthema sein.

Mit der Ausbreitung des neuen Coronavirus auch nach Schleswig-Holstein darf nach Ansicht der Grünen im Kieler Landtag die Absage öffentlicher Großveranstaltungen kein Tabuthema sein.

Kiel. "Aufgrund der Aggressivität des Virus muss diese Frage aus unserer Sicht von Tag zu Tag neu bewertet werden", sagte die Gesundheitspolitikerin Marret Bohn am Freitag in Kiel. In der Nacht war bekanntgeworden, dass sich ein Mann aus Henstedt-Ulzburg (Kreis Segeberg) an dem Virus angesteckt hat. Der Arzt arbeitet am Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf. Er lebt mit seiner Frau in häuslicher Isolation.

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Die Situation sei Anlass zur Sorge, aber kein Grund zur Panik, sagte die Ärtztin Bohn. „Es muss jetzt konsequent und entschlossen gehandelt werden.“ Nur so könne eine weitere Ausbreitung der Erkrankungswelle so gering wie möglich gehalten werden. Wichtig sei es, die Infektionsketten zu durchbrechen. Aus ihrer Sicht sollten an Rückkehrern aus Gebieten, in denen das Coronavirus grassiert, jetzt ausführliche Empfehlungen ausgesprochen werden. Die Arbeitgeber könnten einen Beitrag leisten, indem sie ihren Mitarbeitern auf Wunsch und nach Möglichkeit Home-Office anbieten.

Konzert- und Tourneeveranstalter fürchten Einbußen

Angesichts der Absage von Großveranstaltungen in Norditalien und der Schweiz aufgrund des Coronavirus zeigen sich Konzert- und Tourneeveranstaltern in Deutschland unterdessen besorgt. Wie der Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV) am Freitag mitteilte, bedroht die mögliche Absage von Veranstaltungen die Existenz vieler Unternehmen der Branche. «Wir beobachten bereits seit einigen Tagen einen erheblichen Einbruch bei den Kartenverkäufen», sagte Verbandspräsident Jens Milchow.

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«Sofern wir zukünftig Veranstaltungen aufgrund behördlicher Anordnungen ausfallen lassen müssen, droht zahlreichen Veranstaltungsunternehmen der wirtschaftliche Kollaps», sagte der Verbandspräsident weiter. Der Verband appellierte deshalb an die Behörden, Absagen nur nach Einzelfallprüfung und bei konkreter Gefährdungslage anzuordnen.

Laut einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung, die der BDKV in Auftrag gegeben hat, werden mit Konzert- und anderen Veranstaltungen jährlich circa 5 Milliarden Euro umgesetzt. Dabei verzeichnet alleine Hamburg 2,3 Millionen Kurzurlauber, die Musikveranstaltungen besuchen.

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Von RND/lno

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