Tod in Flensburg

Haftbefehl erlassen: Ehemann tötete vierfache Mutter

Foto: In Flensburg wurde am Donnerstag eine Frau Opfer eines Tötungsdelikts. Die Polizei ermittelt.

In Flensburg wurde am Donnerstag eine Frau Opfer eines Tötungsdelikts. Die Polizei ermittelt.

Flensburg. Eine vierfache Mutter ist in der Heinrichstraße in Flensburg am Donnerstag gegen 8.25 Uhr einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen. Ihr 42 Jahre alter Mann soll die 39-Jährige tätlich angegriffen und dabei so schwer verletzt haben, dass sie starb, wie die Polizei mitteilte.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Beide sollen nach Angaben der Staatsanwaltschaft 2015 von Afghanistan nach Deutschland gekommen sein. Seit 2016 lebten sie in Flensburg.

Der mutmaßliche Täter ließ sich in der Wohnung in der Heinrichstraße in Flensburg widerstandslos festnehmen. Zuvor waren bei der Polizei mehrere Notrufe eingegangen. Es ist die zweite Festnahme eines Afghanen nach einem Tötungsdelikt in dieser Woche. Vergangenen Sonnabend wurde eine Frau (36) aus Preetz durch Messerstiche getötet.

Ehepaar aus Afghanistan hatte vier Kinder

Besonders tragisch: Das Ehepaar hat vier Kinder im Alter von 6, 10, 13 und 16 Jahren. „Ich gehe davon aus, dass die Kinder zum Zeitpunkt der Auseinandersetzung in der Wohnung waren“, sagte Oberstaatsanwältin Stephanie Gropp. In Schleswig-Holstein sind derzeit Osterferien - die Kinder deshalb auch nicht in der Schule.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Sie könne aber nicht sagen, ob die Kinder das Geschehen unmittelbar mitbekommen haben. Die Kinder seien in die Obhut des Jugendamts übergeben worden. Die Tat ereignete sich gegen 8.25 Uhr.

Frau getötet: Es soll Streit gegeben haben

Nach Angaben der Oberstaatsanwältin soll es bereits vor der Tat Streit zwischen den Eheleuten gegeben haben. Sie konnte noch keine Angaben darüber machen, ob der Mann bereits vernommen wurde und ob sich zum Geschehen am Donnerstagmorgen äußern wolle. Er befindet sich im Gewahrsam.

Die Kriminalpolizei ermittelt seit dem Morgen in der Wohnung. Nach Informationen des SHZ wurde vor der Haustür ein Fahrrad sichergestellt, das in Verbindung mit der Tat stehen soll. Da der Tatort noch nicht freigegeben sei, dürften die anderen Bewohner des Mehrfamilienwohnhauses noch nicht in ihre Wohnungen rein.

Obduktion soll Klarheit bringen

Am Freitag will die Staatsanwaltschaft Flensburg darüber entscheiden, ob sie einen Haftbefehl beantragt. Die genaue Todesursache der Frau sollen nun Mediziner durch eine Obduktion des Leichnams klären.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Von RND/pat/sal/KN

Mehr aus Schleswig-Holstein

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen