Kommentar

Heike Stüben zu den Buwog-Entlassungen

Foto: Heike Stüben ist Lokalredakteurin bei den Kieler Nachrichten.

Heike Stüben ist Lokalredakteurin bei den Kieler Nachrichten.

Kiel. Die Wobau-Bestände wechselten bald an die Deutsche Grundvermögen AG, dann an Pirelli Real Estate, wurden zu Prelios und 2014 dann an die Buwog verkauft.

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Nun gehören die ehemals landeseigenen Sozialwohnungen zum Dax-Konzern Vonovia – ein anschauliches Beispiel also für den Konzentrationsprozess auf dem Wohnungsmarkt. Vonovia ist nämlich selbst aus der Fusion der Deutschen Annington und Gagfah hervorgegangen und hat durch die Einverleibung der Buwog seinen Bestand mal eben auf 400000 Wohnungen steigern können.

Solche Expansionen gehen an den Beschäftigten nicht vorbei. Es gilt: kündigen und konzentrieren, wo möglich. Also werden Verwaltungsaufgaben in Zentralen verlegt. 200 Mitarbeiter weniger – das senkt die Kosten und schafft Spielraum für weitere Übernahmen. Gerade hat Vonovia 14 000 Wohnungen von Victoria Park in Schweden übernommen. Der Konzentrationsprozess geht also auch international weiter. Aber muss das so sein?

Heute trauert das Land seinen Wohnungen nach. Und Kiel versucht, irgendwie wieder eine Wohnungsgesellschaft aufzubauen. Bitter: Die Buwog-Wohnungen stehen dafür nicht mehr zur Verfügung. Aber die erfahrenen Verwaltungsleute – die wären jetzt da.

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Lesen Sie mehr zum Thema: 200 Buwog-Mitarbeiter werden entlassen

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