Kommentar

Heike Stüben zu E-Zigaretten

Also müssen neue Produkte her und die werden gerne als harmlos angepriesen. Bei den E-Zigaretten ist dieses Konzept der Nachwuchsgewinnung auf den ersten Blick nicht aufgegangen, denn sie wurden für alle unter 18 Jahren verboten.

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Nun weiß aber jeder, dass Jugendliche sie trotzdem konsumieren. Die neue Studie zeigt, dass das mit der Nachwuchsgewinnung doch klappt – und zwar gleich doppelt, bei der E-Zigarette und beim Glimmstängel. Zyniker würden das wohl einen echten Marketingerfolg nennen: Was als Ausstieg aus dem Tabak angepriesen wird, entpuppt sich als Einstieg in den Tabak.

Während die Präventionsprojekte nun also auch über Risiken der E-Zigaretten aufklären, tritt schon das nächste Produkt den Siegeszug an: ein elektronischer Tabakstift, der als innovativ gepriesen wird. Gleichzeitig verkündet der Tabakkonzern, man werde aus dem klassischen Zigarettengeschäft aussteigen. Kann man auch getrost, denn das neue Produkt ist eine Mischung aus E-Zigarette und Tabakzigarette. Ein Fortschritt? Das darf bezweifelt werden: Die Neue soll sich in Sachen Nikotin kaum vom Glimmstängel unterscheiden. Doch ehe das nachgewiesen ist, taucht garantiert ein neues Produkt auf.

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