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Ostsee

Hitze lässt Feuerquallen wachsen

Foto: Feuerquallen sind durch die hohen Temperaturen in der Ostsee größer als sonst.

Feuerquallen sind durch die hohen Temperaturen in der Ostsee größer als sonst.

Kiel/Warnemünde. Sie sehen faszinierend aus, können aber große Schmerzen auslösen: Feuerquallen. An der deutschen Ostseeküste werden die wirbellosen Meerestiere immer wieder vom Wind aus dem tiefen Meer an die Strände gespült.

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Wegen der Hitze sind die Feuerquallen nach Angaben eines Meeresforschers derzeit allerdings größer als sonst. „Wir haben diesen Sommer besonders warme Temperaturen, wie jeder mitbekommt. Von daher wachsen die Tiere schneller“, sagte Ulrich Bathmann vom Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde. Es gebe an den Stränden aber nicht unbedingt mehr Feuerquallen als üblich.

Durch den Ausnahme-Sommer ist das Wasser in der Ostsee fast so warm wie das Mittelmeer. Zwischen der Lübecker Bucht und der dänischen Grenze pendeln die Temperaturen an der Oberfläche aktuell zwischen 23 und 25 Grad.

Bis zu 90 Verletzte durch Feuerquellen

„Feuerquallen kommen normalerweise in tieferen Wasserschichten vor und fangen dort mit ihren Tentakeln Kleinstlebewesen, also Kleinkrebse. Sie machen das, indem sie Giftpfeile abschießen“, erklärte Bathmann. Diese Pfeile würden auch die menschliche Haut durchdringen, was sehr unangenehm sei.

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In Heiligendamm verletzten sich am vergangenen Wochenende etwa 80 bis 90 Menschen an den Nesselquallen, wie der Einsatzleiter der DRK-Wasserwacht in dem Seebad, Benjamin Wehner, sagte. Mit Wochenbeginn seien an dem Strand aber kaum mehr Quallen aufgetaucht.

Am Sehlendorfer Strand in der Gemeinde Blekendorf (Kreis Plön) galt am Dienstag  ein Badeverbot. Die Rettungsschwimmer der DLRG hatten in der Ostsee einen Schwarm von Feuerquallen entdeckt.

Das hilft bei Feuerquallen-Verletzungen

Wer etwa beim Baden mit einem der Tiere in Berührung komme, solle die betroffene Stelle mit Rasierschaum bedecken, kurz antrocknen lassen und den Schaum dann abschaben.

Von KN/dpa

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