Windkraft

Jamaika hofft auf Koalitionsfrieden

Foto: Die Koalition will sich heute im Streit um die Mindestabstände einigen.

Die Koalition will sich heute im Streit um die Mindestabstände einigen.

Kiel. Union und Liberale werden ihr Versprechen, die Mindestabstände zwischen Windkraftanlagen und Wohnhäusern zu vergrößern, absehbar nicht vollständig einlösen können. „Ich bin sehr optimistisch, dass wir uns verständigen können“, berichtet Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) im Gespräch mit unserer Zeitung.„Wir werden die Kriterien so verändern, dass wir für neue Gebiete einen Abstand von 1000 Metern zu geschlossenen Ortschaften möglich machen.“

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Bisher gilt ein Mindestabstand von 800 Metern. Das zweite Versprechen, auch den Abstand zu Einzelhäusern und Splittersiedlungen (bisher 400 Meter) zu vergrößern, dürfte sich dagegen kaum umsetzen lassen. „Ob wir bei dem Ziel 500 Meter landen, ist in der Tat wirklich fraglich“, räumte Günther ein.

Die Liberalen schießen derweil Störfeuer. „Ob wir uns am Montag einigen, werden wir sehen“, meint der FDP-Windkraftexperte Oliver Kumbartzky. Die Liberalen möchten am liebsten sämtliche Kriterien zur Auswahl der Eignungsflächen noch einmal auf den Prüfstand stellen und erst in einigen Wochen Nägel mit Köpfen machen. Damit würde die Entscheidung, die Windkraftgegner in mehreren Regionen Schleswig-Holsteins absehbar auf die Barrikaden treibt, erst nach der Kommunalwahl am 6. Mai öffentlich werden.

Die Grünen sehen sich schon jetzt als Gewinner. Sie hatten im Koalitionsvertrag das entscheidende Ausbauziel für 2025 von zehn Gigawatt Onshore-Windstrom durchgesetzt und keinen Zweifel daran gelassen, dass die von CDU und FDP versprochenen größeren Mindestabstände zur Wohnbebauung nur schwer umzusetzen sind.

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