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Auszeichnung in Kiel

Journalistenpreis für Kieler Nachrichten

Foto: Arnold Petersen (v.li.), Preisträger Ulrich Metschies mit den Co-Autorinnen Kerstin Tietgen und Laura Treffenfeld sowie Reinhard Hassenstein.

Arnold Petersen (v.li.), Preisträger Ulrich Metschies mit den Co-Autorinnen Kerstin Tietgen und Laura Treffenfeld sowie Reinhard Hassenstein.

Kiel. Von den Anfängen der Digitalisierung in einem Kieler Rechenzentrum über die heutige Entwicklung in Unternehmen bis zu der Frage, wie wir zukünftig arbeiten werden, reicht der Spannungsbogen der Serie "Gesichter der Digitalisierung", die KN-Wirtschaftsredakteur Ulrich Metschies aufgeschrieben hat und die auch als Multimedia-Dossier online aufgelegt wurde.

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Damit traf die Geschichte den Nerv der Ausschreibung zum 4. Schleswig-Holsteinischen Journalistenpreis, der das Thema „Digitalisierung auf allen Ebenen“ hatte. Am Freitagmittag wurden in den Räumen der IHK zu Kiel die Preise verliehen. Ulrich Metschies wurde mit dem zweiten Preis des Wettbewerbs ausgezeichnet - weil er das Thema nachvollziehbar und  authentisch gemacht habe, wie es in der Auszeichnung heißt. Auch der Online-Auftritt mit zusätzlichen Videos wurde gelobt. An der Serie haben auch Kerstin Tietgen (Videos) und Laura Treffenfeld (Texte) mitgearbeitet.

Der erste Preis ging an Martin Schulte vom shz-Verlag für die Reportage "Digital werden - echt bleiben", die im November 2018 erschienen war. Den Nachwuchspreis erhielt Rafael Czajkowski für seinen Filmbeitrag über Cyberkriminalität im NDR Fernsehen.

Bei der Preisverleihung hielt Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) die Festrede. Über die Preisvergabe hat eine Jury entschieden, der Vertreter des DJV Schleswig-Holstein, des Kieler Presse-Klubs, der Fachhochschule Kiel, der Akademie für Publizistik aus Hamburg und des Kieler Büros der Deutschen Presse-Agentur angehören.

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Starker Journalismus ist ein hohes Gut

IHK-Hauptgeschäftsführer Jörg Orlemann freute sich, dass auch in Schleswig-Holstein mittlerweile ein Preis für Qualitätsjournalismus verliehen werden könne: "Auch für die IHK ist ein starker und unabhängiger Journalismus ein hohes Gut." Reinhard Hassenstein, Vorsitzender des Kieler Presseclubs, überreichte gemeinsam mit Arnold Petersen vom DJV die Auszeichnungen. "Qualität kommt von Qual" zitierte Hassenstein den Journalisten Wolf Schneider und fügte hinzu: "Qualität ist wie Rudern gegen den Strom, wer damit aufhört, fällt zurück."

Der erste und der zweite Preis sind mit 2.000 beziehungsweise 1.000 Euro dotiert, dazu wurde ein Nachwuchspreis in Höhe von 500 Euro für junge Journalisten bis zum Ende des dritten Berufsjahres verliehen.

Günther wünscht sich „kritischen Journalismus“

Daniel Günther freute sich über die Auswahl des Themas Digitalisierung - das die Wirtschaft, aber auch die Landesregierung bewege. "Es ist wichtig, das Thema so herunterzubrechen, dass die Menschen verstehen, was sich wirklich dahinter verbirgt. Es gibt in Wahrheit Existenzängste, die damit verbunden sind." Viele Menschen fragten sich, ob sie noch ausreichende Chancen hätten, um in der Digitalisierung zu bestehen.

Für den Journalismus stelle sich die Frage, wie auch künftig Qualität geboten werden könne. "Wir brauchen Journalisten, die uns kritisch auf die Finger schauen." Günther stellte fest, dass es weniger Journalisten geworden seien, die der Landesregierung auf die Finger schauten. Seine eigene Politik erkläre er übrigens nicht über soziale Medien. "Ich finde es wichtig, dass dies über qualitativ hochwertige Medien durchgeführt wird." Gleichzeitig mahnte Günther an, dass auch die Bundespolitik aus der Sicht Schleswig-Holsteins betrachtet werden müsse und es bei der Themenauswahl, etwa für Leitartikel, mehr Sensibilität für die Relevanz eines Themas geben müsse.

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KN bereits mehrfach Preisträger

Den Nachwuchspreis des Schleswig-Holsteinischen Journalistenpreises gewannen im Jahr 2018 die Volontäre der Kieler Nachrichten mit ihrem Online-Projekt #erstewahl und der Scrollytelling-Geschichte "Game of Votes - Ein Tag im Wahlkampf mit sieben Spitzenkandidaten". Und auch Ulrich Metschies hatte den Preis schon einmal erhalten, er war 2017 für seinen Beitrag "Die Alten kommen mit Macht" ausgezeichnet worden.

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