Kommentar

Jürgen Küppers zum Internationaler Markt

Jürgen Küppers

Jürgen Küppers

Kiel. Besser als früher allemal, könnte man zunächst einmal lobend die Bemühungen des Kieler-Woche-Büros anerkennen. Andererseits aber auch noch nicht so gut, dass es nicht noch weiter verbesserungsbedürftig wäre.

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Wir erinnern uns: Noch vor zwei, drei Jahren meckerten viele Kieler ähnlich wie beim alten Weihnachtsmarkt auf dem Holstenplatz auch beim Internationalen Markt über das Buden-Sammelsurium, das zum Teil eher an einen drittklassigen Dorfrummel erinnerte als an das kulturelle Herzstück des Kieler-Woche-Sommerfestes mit hochwertigen Konzerten und Speisen aus aller Welt. Nun bessert sich das Erscheinungsbild zwar zumindest punktuell. Es gibt jetzt in der Tat mehr Standbetreiber, die viel Fantasie, Herzblut und Geld aufbringen, um Gästen ein Stück ihrer Heimat nahezubringen. Eines der schönsten Beispiele dafür ist der liebevoll gestaltete Slowakei-Stand.

Aber die andere Seite gibt’s eben auch noch. Die ewig gleichen langweiligen Stände mit ihren ebenso langweiligen wie nicht landestypischen „Spezialitäten“. Das sind meist Stände, die international tun, es aber nicht sind, weil die Betreiber mit den Ländern, die sie zu vertreten vorgeben, nur wenig zu tun haben. Und es gibt nach wie vor einen wilden Stilmix aus Monster-Pagoden, kleinen Hütten oder Jahrmarktcontainern. Kieler-Woche-Chef Philipp Dornberger will diese Vielfalt „individueller“ Stände. Trotzdem muss in dieser Vielfalt auch ein gestalterisches wie inhaltliches Konzept des Internationalen Marktes zu erkennen sein. Und das ist es eben (noch) nicht.

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