KN-Podcast

„Jung und unerhört“, Folge 8: Politisch engagiert – Wie viel Einfluss haben junge Menschen wirklich?

Lasse Jarno Strauß und Luisa Galli vom Jungen Rat Kiel sind in der achten Folge „Jung und unerhört“ zu Gast.

Lasse Jarno Strauß und Luisa Galli vom Jungen Rat Kiel sind in der achten Folge „Jung und unerhört“ zu Gast.

Kiel. Auch wenn die Wahlbeteiligung bei jungen Menschen wie etwa zuletzt bei der Bundestagswahl 2021 gestiegen ist – noch immer fühlt sich eine Vielzahl ungehört und alleingelassen von der Politik. Warum ist das so? Machen Politikerinnen und Politiker etwas falsch? Wie können sich junge Leute engagieren? Und welchen Einfluss haben sie wirklich, wenn weitreichende Entscheidungen zu treffen sind?

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Diesen und weiteren Fragen gehen die Volontärinnen und Volontäre der Kieler Nachrichten in der neuen Folge "Jung und unerhört" auf den Grund. Zu Gast im Podcast sind Luisa Galli (14) und Lasse Jarno Strauß (20) vom Jungen Rat Kiel. Sie erzählen uns, warum sie sich politisch engagieren, welchen Herausforderungen sie dabei begegnen und wie sie mit aufkommender Frustration umgehen, wenn die Interessen und Wünsche ihrer Altersgruppe vernachlässigt werden.

Junge Menschen in der Politik: „Oft nicht mitgedacht oder involviert“

„Viele junge Menschen werden in politischen Prozessen gar nicht mitgedacht oder sind nicht involviert“, sagt Luisa. Sie spricht sich dafür aus, dass mehr junge Menschen in den Parlamenten sitzen, um die Belange ihrer Generation zu vertreten.

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So könne das Vertrauen wieder aufgebaut werden. „Zudem fehlt an Schulen politische Bildung, um deutlich zu machen, wie wichtig politisches Engagement und der Gebrauch des Wahlrechts sind“, ergänzt Lasse, „nicht zu wählen unterstützt Populisten und schadet der Demokratie.“

„Gehört zu werden ist aber kein Selbstläufer“, sagt der Vorsitzende des Jungen Rates Kiel und nennt ein Beispiel, wo sich die Energie des Jungen Rates (noch) nicht ausgezahlt hat. Die angestrebte Einführung eines Spielmobils für sozial schwächere Familien sei kürzlich „nur teilweise oder gar nicht“ unterstützt worden. „Wenn es zum Scheitern von Anträgen kommt, muss die Politik das gegenüber den jungen Menschen zumindest transparent und verständlich begründen.“

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Als Experte ist dieses Mal Oke Horstmann zu Gast, der an der Kieler Christian-Albrechts-Universität zur Jugendbeteiligung in der Politik forscht. „Politikverdrossenheit ist ein Problem“, so Horstmann. Er vermutet: Das Desinteresse resultiert daraus, dass sich junge Menschen bei Themen wie dem Klimaschutz, den Schulschließungen während Corona oder der Digitalisierung zu wenig gehört fühlen.

Aber auch die Handlungsbereitschaft junger Menschen könne höher sein. Wichtig sei es, dass junge Leute auch das Gefühl haben, politisch Einfluss nehmen zu können. „Jugendlichen sollten reale Beteiligungsmöglichkeiten eingeräumt bekommen, sie sollten autarke Entscheidungen treffen dürfen – für sich und ihre Umwelt.“

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Ob Schule, Ausbildung, Freizeit, Freiwilligendienst oder Arbeit: In jeder Folge des KN-Podcasts „Jung und unerhört“ erzählen junge Leute aus Schleswig-Holstein von ihren Alltagsproblemen – und schreiben den Kern ihrer Forderungen auf Plakate. Außerdem kommen Menschen mit Expertise zu Wort, die das jeweilige Thema einordnen. Die Folgen sind überall dort zu hören, wo es Podcasts gibt. Ab jetzt gibt es eine neue Folge immer am ersten Montag im Monat.

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