Empfang

Kirche feiert Reformationstag

Foto: Der Reformationstag erinnert an den Beginn der Erneuerung der Kirche am 31. Oktober 1517 mit der Veröffentlichung der 95 Thesen des Theologen Martin Luther.

Der Reformationstag erinnert an den Beginn der Erneuerung der Kirche am 31. Oktober 1517 mit der Veröffentlichung der 95 Thesen des Theologen Martin Luther.

Greifswald. Er erinnert an den Beginn der Erneuerung der Kirche am 31. Oktober 1517 mit der Veröffentlichung der 95 Thesen des Theologen Martin Luther (1483-1546) in Wittenberg. Der Reformationstag ist neuerdings in ganz Norddeutschland ein gesetzlicher Feiertag.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Landesbischof Gerhard Ulrich kritisierte einer Mitteilung zufolge beim Empfang mit rund 170 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Medien, Verbänden, Vereinen und den Kirchen die gegenwärtige "gnadenlose Gesellschaft". Sie sei getrieben vom Gedanken der Selbsterlösung durch Selbstoptimierung. "Durch dieses ökonomistische Denken verwechseln wir die Gesellschaft und uns selbst mit einem Unternehmen, in das wir nur investieren müssten: Geld, Ressourcen, Energien. Dann können wir möglichst viel aus ihr und uns wieder herausholen", sagte Ulrich. Dies führe auch zu einem "zunehmenden Rückgang des Respekts vor dem Anderen". In der Anonymität der sozialen Medien würden viele Menschen dem Hass freien Lauf lassen. Luthers Botschaft an die Gesellschaft sei: Grenzen, Fehler und Makel gehören dazu.

Gemeinwesen sei ohne Kirchen nicht denkbar

Mecklenburg-Vorpommerns Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) nannte im Grußwort der Landesregierung die Nordkirche einen wichtigen Partner insbesondere im Bereich der Bildung: "Unser Gemeinwesen heute, allem voran das Erziehungs- und Bildungswesen, ist ohne die christlichen Kirchen nicht denkbar." Das betreffe vor allem die  Kindererziehung, Schule und Ausbildung bis hin zu Hochschulen. Zudem wachse der Wunsch nach Orientierung und Halt, da viele Menschen mit der Informationsflut überfordert seien.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Der Greifswalder Bischof Hans-Jürgen Abromeit predigte im Dom und beschrieb, wie eine erstrebte unbegrenzte individuelle Freiheit tatsächlich zu Angst und Unfreiheit führe. Sein Schweriner Kollege im Sprengel Mecklenburg und Pommern, Bischof Andreas von Maltzahn, hielt die Liturgie. Beide Bischöfe luden zum letzten Mal zu einem gemeinsamen Reformationsempfang ein. Anfang März wird ein neuer Sprengelbischof für Pommern und Mecklenburg gewählt.

Von dpa

Mehr aus Schleswig-Holstein

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen