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Klimawandel, bedrohte Küsten und ein umstrittener Retter

Die "Gerettet"-Statue in Heikendorf, am Strand Möltenört, stellt einen Fischer dar, der eine ertrinkende Frau aus dem Wasser trägt. Der Künstler der Skulptur in Heikendorf selbst, Adolf Brütt, soll diese Situation in Möltenort als Badegast erlebt haben.

Die "Gerettet"-Statue in Heikendorf, am Strand Möltenört, stellt einen Fischer dar, der eine ertrinkende Frau aus dem Wasser trägt. Der Künstler der Skulptur in Heikendorf selbst, Adolf Brütt, soll diese Situation in Möltenort als Badegast erlebt haben.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

„Wasser unterm Kiel statt Kiel Kiel unter Wasser“ - an starken Sprüchen hat es den Anhängern von Friday for Future noch nie gemangelt. Auch heute ziehen die Demos wieder an vielen Orten Schleswig-Holsteins durch die Straßen, um vor den Folgen des Klimawandels zu warnen und eine andere Politik zu fordern. Leicht ist das nicht. Denn Ukraine-Krieg, steigende Energiepreise und Inflation drücken auf die Stimmung. Und wer gerade nicht weiß, ob er seine Strom- und Gasrechnung überhaupt noch bezahlen kann, der dürfte eben auch nur schwer für den Klimaschutz zu begeistern sein. Kann das nicht warten? Die Demonstranten finden Nein. Mehr dazu in unserem Liveblog.

Vielleicht hilft für die Einordnung des Thema ein wissenschaftlicher Blick auf die Zukunft. Die Geoinformatiker der HafenCity Universität Hamburg haben drei Szenarien entwickelt, mit denen die Auswirkungen des Klimawandels auf Schleswig-Holstein begreifbar werden. Dabei geht es nicht um Angstmache, sondern vor allem um die Frage, welche Strategien heute ergriffen werden müssen, um mit den Problemen übermorgen fertig zu werden. Klar ist: Passiert nichts, würde laut Studie ein Anstieg des Meeresspiegels um 1,40 Meter ganze Küstenbereiche des Landes verändern. Lesen Sie selbst.

Wichtige und große Probleme gibt es also genug. Deshalb ist es erlaubt, sich auch der kleineren, aber umso heißer diskutierten Problemen anzunehmen. Dazu gehört die aktuelle Debatte um die Bronzeplastik „Gerettet“ von Adolf Brütt. Sie stellt einen Fischer dar, der eine junge Frau aus dem Wasser trägt, die offenbar zu ertrinken drohte. Wer schon mal am Heikendorfer Strand spazieren gegangen ist, wird das mehr als 90 Jahre alte Denkmal gesehen haben. Was gibt es daran auszusetzen? Wer genau hinschaut, könnte sich an den deutlich herausgearbeiteten Brüsten der Geretteten stören. Sexistisch finden das einige. Auf einem Pappschild wurde sogar zur Zerstörung des Werkes aufgerufen. Ist der Aufschrei gerechtfertigt? Oder sieht es einfach so aus, wenn jemand mit durchnässter Kleidung au dem Wasser gezogen wird? Sollte sich der Streit nicht lösen lassen, wäre ein neuer Standort auf der anderen Seite der Förde zu empfehlen. Im Kieler Hörnbad ist nach dem Willen der Ratsversammlung „oben ohne“ ausdrücklich erlaubt - sowohl für Männer als auch für Frauen. Diese Entscheidung soll übrigens gerade zu einer Entsexualisierung der Frauen beitragen, heißt es. Aber das ist vielleicht eine andere Geschichte.

 

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Der Herbst ist da - laut Kalender beginnt heute die Jahreszeit, die wir mit bunten Blättern und Waldspaziergängen verbinden.

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