Rocker-Affäre

Kronzeugen stehen unter Polizeischutz

Foto: Parlamentarischer Untersuchungsausschuss zur Rocker-Affäre

Im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Rocker-Affäre sollen die Kronzeugen im Januar aussagen.

Kiel. Von den Schutzmaßnahmen für  Axel R. und Martin H. erfuhren die Kieler Nachrichten aus Polizeikreisen. Offenkundig kann Landespolizeidirektor Michael Wilksen eine Gefährdung der Beamten nicht ausschließen.

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Erste von sechs möglichen Schutz-Stufen

Im Januar sollen die beiden Kronzeugen im Untersuchungsausschuss aussagen. Bis auf Weiteres sollen die privaten Wohnhäuser von R. und H. von Polizisten zu unregelmäßigen Zeiten tags und nachts „bestreift“ werden. Ermittler der Staatsschutz-Abteilung 3 des LKA hatten eine sogenannte Gefährdungsbewertung vorgenommen und für die Kollegen die erste von sechs möglichen Schutz-Stufen verhängt. Die höchste Stufe gilt für Spitzenpolitiker. Nach Informationen unserer Zeitung steht die Maßnahme in direktem Zusammenhang mit dem PUA. Nach den Aussagen im Ausschuss soll die Lage polizeiintern neu bewertet werden.

Landespolizeiamt schweigt vorerst

Solange tragen die beiden Beamten zur eigenen Sicherheit auch nach Feierabend ihre dienstlichen Schusswaffen bei sich, heißt es aus Behördenkreisen. Das Landespolizeiamt wollte sich „aus taktischen Gründen“ auf Nachfrage nicht äußern. Aus Polizeikreisen heißt es aber, dass die beiden Ermittler von dem Polizeischutz überrascht worden seien.

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Im Mittelpunkt der Affäre stehen führende Beamte des LKA, die zum Teil noch heute im Amt sind, aber auch der Ende 2017 abgelöste Landespolizeidirektor Ralf Höhs. Wie umfangreich die Kronzeugen aussagen dürfen, entscheidet sich in dieser Woche.

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