Henning Nebbe

Landespolizei bekommt neuen Vize-Chef

Foto: Der neue zweite Mann der Landespolizei Schleswig-Holstein: Henning Nebbe (Mitte). Bislang leitet der den Staatsschutz beim LKA.

Der neue zweite Mann der Landespolizei Schleswig-Holstein: Henning Nebbe (Mitte). Bislang leitet der den Staatsschutz beim LKA.

Kiel. Die Mehrheit der 6000 Einsatzkräfte ereilt die Top-Personalie überraschend: Intern ist die Berufung zum Vertreter von Landespolizeidirektor Michael Wilksen noch nicht kommuniziert worden. Auf Nachfrage von KN-online bestätigte ein Sprecher der Landespolizei Schleswig-Holstein, dass Henning Nebbe zum Jahreswechsel auf das Spitzenamt befördert wird. Der 54-Jährige ist Leitender Polizeidirektor und zurzeit noch im Landeskriminalamt tätig. Dort verantwortet er das Staatsschutz-Dezernat, zu dem die Bereiche rechte, linke und religiös motivierte Gewalt gehören.

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Lübecker Kripo-Chef wechselt nach Kiel

Henning Nebbes Nachfolge im LKA Schleswig-Holstein tritt kommissarisch der Leiter der Bezirkskriminalinspektion Lübeck, Michael Sörnsen, an. Wie KN-online aus Polizeikreisen erfuhr, soll die Umsetzung für den Kriminaldirektor überraschend gekommen sein: So habe er erst Ende vergangener Woche erfahren, dass er nach dem Jahreswechsel die Staatsschutz-Abteilung in Kiel übernehmen soll.

DPolG kritisiert interne Informationspolitik

Torsten Gronau, Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), reagierte irritiert auf die plötzlichen Personalien: „Herr Nebbe ist in der Landespolizei nicht jedem Polizeibeamten bekannt, eine Vorstellung in den polizeiinternen Medien wäre angemessen gewesen.“

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Als der Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) in Bezug auf die neue Polizeiführung mehr Transparenz und eine bessere Kommunikation ankündigt habe, hätte dies bei der DPolG andere Erwartungen erweckt. „Insbesondere herrscht in der Landespolizei Unverständnis, weshalb die Personalentscheidungen für Behördenleitungen wie Kiel und Eutin noch immer nicht getroffen wurden“, so Gronau.

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