Kommentar

Michael Kluth zum Desaster Hörnbad

Foto: Michael Kluth

Michael Kluth ist Rathaus-Korrespondent der Kieler Nachrichten

Kiel. Eine Panne reiht sich an die andere. Wer ist schuld?

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Das Hörnbad ist wie die berüchtigten Großprojekte zuvörderst eine Schande für das deutsche Handwerk. Falsche Fliesen, unzureichende Stromversorgung, fehljustierte Reinigungstechnik – was haben die da eigentlich gemacht? Es ist auch eine Schande für die Architekturkunst. Zu kleine Spinde, fehlender Sichtschutz vor den Duschen, zu enge Gruppenkabinen, zu knapper Einlass – was haben die da eigentlich gedacht?

Die Stadtverwaltung muss sich fragen lassen, ob sie als Bauherr die Bauplanung und -ausführung nicht genügend kontrolliert oder den Pfusch am Bau sehenden Auges zugelassen hat. Die Politik, genauer: die Ratsmehrheit aus SPD, Grünen und FDP, muss sich vorwerfen lassen, dass sie in falscher Solidarität mit der Verwaltungsspitze einen Runden Tisch verhindert hat, an dem alle Probleme und Versäumnisse zügig und transparent kommuniziert werden.

Jetzt ist es höchste Zeit für durchgreifendes Krisenmanagement. Notfalls muss Stadtrat Stöcken den Laden für die Öffentlichkeit wieder dicht machen, bis alle Mängel nachgebessert sind. Jedenfalls müssen die Öffnungszeiten des schönen Schwimmbads in Schilksee sofort wieder ausgeweitet werden, wenn schon Gaarden und Katzheide nicht mehr zur Verfügung stehen. Damit möglichst viele Schwimmer dem algenverseuchten Hörnbad einstweilen ausweichen können.

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