Kommentar

Michael Kluth zum Kieler Klimanotstand

Foto: Michael Kluth kommentiert den Kieler Klimanotstand.

Michael Kluth kommentiert den Kieler Klimanotstand.

Kiel. Das Schlagwort klingt dramatisch: Klimanotstand. Es ist der Übersetzung aus dem Englischen geschuldet: climate emergency. Das könnte man freilich auch mit Klimarettung übersetzen. Ein Begriff, der die Absicht besser trifft. Nichts anderes als lokale Rettungsmaßnahmen sind mit dem Beschluss der Ratsversammlung gemeint, für Kiel den Klimanotstand auszurufen.

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Die Stadtverwaltung wird nun Maßnahmen aus dem Klimaschutzprogramm vorziehen und beschleunigen. Sie wird ihre Prioritäten weiter an Klimaschutzziele anpassen. Ein Beispiel: Der Radwegebau wird absehbar Vorrang vorm Straßenbau erhalten. Die SPD-Fraktionschefin hat gestern schon von "Fahrradstraßen" gesprochen.

Weitere Beispiele werden folgen. Der Kreuzfahrtboom im Hafen steht sehr in der Kritik. Dauerbaustellen für eine Stadtbahn werden kaum noch zu verhindern sein. Die Chancen für eine Südspange sind weiter gesunken. Mal sehen, was die lokale Wirtschaft dazu sagt.

Ein Wort noch zu "Fridays for Future": Ohne die Schülerbewegung und weitere Initiativen wäre die Ausrufung des Klimanotstandes jetzt kaum auf die Tagesordnung gekommen. Die jungen Leute haben der Politik wirklich Beine gemacht. Sie dürfen das als großen Erfolg verbuchen.

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