Meinung

Michael Kluth zum Luftreinhalteplan

Foto: Michael Kluth

Michael Kluth

Kiel. Stattdessen zeigt Albrecht weiter mit dem Finger auf die Stadt. So bleibt das Diesel-Drama auf dem Theodor-Heuss-Ring ein fruchtloses Schwarze-Peter-Spiel zwischen Stadt und Land.

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Gemessen daran ist der Vorstoß der Grünen für eine sofortige Fahrstreifensperrung auf der Stadtautobahn erfrischend konkret. Man mag davon halten, was man will, aber es ist wenigstens eine Tat und nicht nur Gerede. Die Grünen, offenbar beflügelt durch den Europawahlsieg, emanzipieren sich hier von den Zwängen der Kooperation mit SPD und FDP und geben ihr politisches Selbstbewusstsein nicht länger an der Garderobe des Oberbürgermeisterbüros ab.

Der Oberbürgermeister und die CDU reiben sich derweil an der Urheberrechtsfrage für die Idee von Absauganlagen auf. Spart Euch den Kindergarten: Woher eine Idee stammt, ist den Menschen egal, solange sie funktioniert. Also machen statt reden. Es spricht wenig dagegen, mobile Luftreiniger so schnell wie möglich anzuschaffen und wirken zu lassen – auch ohne ihren Effekt aufs Mikrogramm genau vorhersagen zu können. Lieber 480000 Euro Steuergeld für sechs Luftfilter als zum Beispiel zwei Millionen Euro für den Umbau der Kreuzung an der Gablenzstraße, nur um weiteren Schwerlastverkehr durch die Innenstadt zu führen.

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