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#SHbleibtstark

Neues Laptop hilft vier Kindern

Im Rahmen des Projekts #SHbleibtstark wurde die Familie von Martina B. mit einem neuen Laptop ausgestattet.

Im Rahmen des Projekts #SHbleibtstark wurde die Familie von Martina B. mit einem neuen Laptop ausgestattet.

Rendsburg-Eckernförde.Die Corona-Pandemie deckt auch im Bildungsbereich eklatante Schwächen auf. Vor allem sozial schwache Familien verfügen nicht über die notwendige technische Ausstattung, mit der Schulkinder den digitalen Unterricht vernünftig verfolgen können. Eine klare Benachteiligung. Martina B. (41), Mutter von acht Kindern, erzählte unserer Zeitung vor zwei Wochen von ihren Nöten.

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Die Geschichte bewegte. Am Donnerstag stattete Friedrich Keller von der Diakonie Schleswig-Holstein die in einem Dorf im Kreis Rendsburg-Eckernförde lebende Familie mit einem neuen Laptop aus. Finanziert wurde der über die "Corona-Familienhilfe" von Diakonie und unserer Zeitung. Bei der Spendenaktion unter dem Dach des Projekts #SHbleibtstark waren schon innerhalb einer Woche rund 300.000 Euro zusammengekommen.

Störungsfrei lernen mit dem neuen Laptop

„Der ist klasse“, urteilte der 13-jährige Sohn, der das Gerät nach der Übergabe gleich testet. Darauf könne er die Videokonferenzen mit der Schule nun endlich störungsfrei verfolgen, so der Sechstklässler. „Wenn überhaupt, lief alles auf dem vier Jahre alten Tablet nur ruckelig.“ Erleichtert sei er auch, weil er mit dem neuen Gerät auch den Englisch-Unterricht endlich verfolgen kann, der über das Schulsystem E-Blizz läuft.

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Digitaler Unterricht während der Krise sei eine gute Sache, findet Martina B. „Aber Schulen können nicht voraussetzen, dass überall die notwendigen Programme und Geräte zur Verfügung stehen.“ Einige Links, die ihren Kindern von den Schulen auf digitalem Wege geschickt worden seien, habe man gar nicht öffnen können. „Und wenn, dann scheiterte die weitere Bearbeitung der Aufgaben daran, dass wir sie mangels Gerät nicht ausdrucken konnten“, erzählt die Mutter, deren Minijob in der Gastronomie wegen der Krise auf Eis liegt.

Durch ihre offen erzählte Geschichte wollte sie darauf aufmerksam machen. „Das Feedback war riesig und positiv.“ Einen gebrauchten Drucker hat die Familie bereits in der vergangenen Woche erhalten. „Wir haben viel Hilfe angeboten bekommen.“

Ältester Sohn darf ab Juni einen Tag in die Schule

„Das neue Laptop ist für uns Gold wert“, so Martina B. Neben dem Sechstklässler werden auch die drei Grundschüler daran arbeiten können. In Ergänzung mit dem Tablet werde sich die Situation entspannen. Mit dem neuen Rechner werden keine Spiele gezockt, er werde nach dem Unterricht weggeschlossen, versichert sie. Der Online-Unterricht werde aus ihrer Sicht noch ziemlich lange laufen. Ihr ältester Sohn dürfe ab Juni einen Tag in die Schule.

Für die Spendenaktion, von der ihre Familie nun profitiert, ist Martina B. sehr dankbar. „Wir haben eigentlich nie viel gehabt. Und so eine Spende ist nicht selbstverständlich.“ Als Dankeschön kreierte die Familie ein kleines Buch mit einem Familienbild auf der Titelseite und Bildern der Kinder und Worten des Dankes im Inneren und überreichte es Friedrich Keller. Auf einer Seite ist beispielsweise ein Fußabdruck des jüngsten Sohnes verewigt.

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#SHbleibtstark: Spenden, helfen, Hilfe finden

Mit dem Projekt #SHbleibtstark will unsere Zeitung den Zusammenhalt in der Krise und darüber hinaus fördern. Auf KN-online bündeln wir alle Hilfs- und Unterstützungsangebote. Zudem haben wir gemeinsam mit der Diakonie Schleswig-Holstein eine Spendenaktion für bedürftige Familien mit Kindern gestartet. Oft fehlt das Geld für ein Mittagessen, weil Schule, Hort und Kita geschlossen sind. Manchmal mangelt es an Babykleidung, Hygieneartikeln oder einer Prepaid-Karte für den digitalen Unterricht.

Wer in Not geratenen Familien helfen möchte, kann hier spenden: Diakonisches Werk Schleswig-Holstein bei der Evangelischen Bank eG unter der IBAN: DE 48 5206 0410 0406 4038 24, Stichwort: Corona-Familienhilfe. Für eine Spendenbescheinigung geben Sie bitte Ihren Namen und Ihre Adresse an.

Unter der Nummer 0800-7662476 ist ein kostenfreies Service-Telefon geschaltet (Mo-Do von 9-12 Uhr und 13-16 Uhr, Fr von 9-13 Uhr).

#SHbleibtstark: Schleswig-Holsteiner sind solidarisch

„Man sieht, dass das von Herzen kommt“, sagt Diakonie-Pressesprecher Keller. Er sei nur der Überbringer. Aber er nehme es stellvertretend für die vielen Spender der Aktion entgegen. „Die Aktion und die hohe Spendensumme zeigt, wie solidarisch die Schleswig-Holsteiner sind“, so Keller. Neben zwei großen Spenden hätten viele Menschen sich daran beteiligt.

In den vergangenen Wochen hätten sich auch viele Menschen bei der Diakonie gemeldet, die durch die Corona-Krise unverschuldet in irgendeine Not geschlittert seien. Das Problem der technischen Ausstattung für Schulkinder sei sehr häufig. Weitere Spenden werden deshalb folgen, aber momentan ist der Markt in Sachen Laptops auch ziemlich leergefegt.

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