Kommentar

Niklas Wieczorek zum ÖPNV-Billig-Ticket

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SH-Redakteur Niklas Wieczorek

Kiel. Das gehört unbedingt unterstützt, weil ein attraktiver ÖPNV etliche Probleme bekämpft. Derzeit liegt der Einzelfahrtpreis in Kiel bei 2,60 Euro. Zum Kaffee in die Stadt und zurück zahlt der Bürger also mehr als für das Getränk. Das ist nicht angemessen. Günstigere Tickets erhöhen die Motivation, den Bus zu nutzen. Sie heben Trennungen zwischen den Ortsteilen auf. Plötzlich könnte es sich lohnen, die eigene Stadt zu erkunden. Preisgünstige Tickets überwinden auch soziale Mauern zwischen Armen und Reichen, Austausch in der Stadt entsteht, sie bringen ärmere Senioren wieder in Bewegung.

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Außerdem: Ein erschwinglicher ÖPNV regt vor allem zum Umstieg an. Weniger Autofahrten machen Kiel ruhiger, angenehmer und schonen das Klima. Wer weniger zahlt, ist bereit, auf etwas Komfort zu verzichten, Wartezeiten sowie Fußwege in Kauf zu nehmen. Zumal die Grünen erkannt haben: Attraktiver wird der ÖPNV nicht nur durch Preise.

Öffentlicher Nahverkehr ist eine zentrale Steuerungsmöglichkeit, um eine Stadt zu verbinden. Das verfügbare Geld so schnell wie möglich dort zu investieren, dürfte die Klientel jeder Partei erfreuen – nicht der entscheidende, aber ein weiterer Grund, ganz schnell zum Ein-Euro-Ticket abzubiegen.

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