Kommentar

Steffen Müller zu Mietbetrügern

Foto: Lokalredakteur Steffen Müller

Lokalredakteur Steffen Müller

Kiel. Selbstverständlich wirken die Inserate attraktiv: Top-Lage, Top-Preis, Top-Ausstattung. Nur gegen beträchtliche Vorkasse allerdings erhalten interessierte Mieter nach Unterschrift des Vertrags Zugang zu der Immobilie, Besichtigungstermine sind vorab nicht möglich.

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Mieter haben kaum eine Wahl

Ist nun selbst schuld, wer in eine Wohnung zieht, die er vorher nicht von innen gesehen hat, und so auf Betrüger hereinfällt? Die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt sorgt dafür, dass Suchende sich auf riskante Bedingungen einlassen (müssen). Vermieter wollen keine lange Mietersuche. Sobald die Anzeige im Internet geschaltet ist, soll die Immobilie so schnell wie möglich einen neuen Bewohner finden. Zieht jemand aus der Ferne in eine neue Stadt, bleibt oft keine Möglichkeit, als binnen kurzer Zeit zuzusagen. Dafür nimmt er in Kauf, die Wohnung nie gesehen zu haben, und öffnet so Trickbetrügern ungewollt ein neues Feld.

Es braucht mehr Wohnraum

Um den sogenannten Scammern ihre Arbeit zu erschweren, hilft nur eine Entspannung des Marktes. Dafür muss nicht nur mehr Wohnraum geschaffen werden, auch die explodierenden Mietpreise müssen eingedämmt werden. Je attraktiver ein (falsches) Angebot ist, desto mehr Suchende nehmen es an. So werden bei den hohen Preisen günstigere Wohnung auf gut Glück gemietet – im Notfall sogar ungesehen.

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