Tourismus

„Telefon-Gipfel“ soll Streit um Zweitwohnungen in Schleswig-Holstein lösen

Schleswig-Holstein, Büsum: Blick auf die Balkone von Ferienwohnungen.

Schleswig-Holstein, Büsum: Blick auf die Balkone von Ferienwohnungen.

Kiel. Das Verbot, dass Auswärtige etwa aus Hamburg ihre Zweitwohnung in Schleswig-Holstein wegen der Corona-Pandemie nicht nutzen dürfen, hat viel Unmut ausgelöst. Bei einer Telefonkonferenz am Donnerstag wollen Landesregierung, Landräte und Oberbürgermeister das Reizthema entschärfen. Bisher schieben sich die Beteiligten die Verantwortung für das Verbot zu und sehen die jeweils andere Seite am Zug, um das Verbot zumindest teilweise zu lockern.

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Für die Landesregierung werden der Chef der Staatskanzlei, Dirk Schrödter, Tourismusminister Bernd Buchholz, Gesundheitsminister Heiner Garg (beide FDP) und Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) an der Schalte teilnehmen.

Hintergrund ist ein Kompetenzstreit zwischen Landesregierung und Kreisen um eine Öffnung der Zweitwohnungen. Das Land habe aus guten Gründen nur die Nutzung von Zweitwohnungen untersagt, die auf Inseln oder Halligen liegen, hatte FDP-Landtagsfraktionschef Christopher Vogt betont.

„Für die weitergehenden Verbote sind einzelne Landkreise verantwortlich, die jetzt öffentlich auf eine Anweisung des Landes hoffen“, sagte Vogt. Das sei zwar etwas schräg, aber das Land sollte den beteiligten Landkreisen diesen Gefallen tun.

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Online-Anmeldung beim Gesundheitsamt

Der tourismuspolitische Sprecher der Grünen, Andreas Tietze, mahnte Augenmaß an. Denn allein in Nordfriesland gebe es etwa 14 000 Zweitwohnungen. Tietze schlug vor, dass sich bei einer Lockerung des Verbots Zweitwohnungsbesitzer vor dem Anreisen beim örtlichen Gesundheitsamt online anmelden könnten. „Das soll keine Schnüffelei sein, sondern könnte dazu beitragen - wenn die Corona-Infektionen wieder ansteigen sollten - die Menschen zu schützen, Infektionsketten nachzuvollziehen und nachsteuern zu können“, meinte Tietze. Ein unkontrollierter Virus-Ausbruch wie im Skiort Ischgl in Österreich müsse unter allen Umständen vermieden werden.

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Von RND/dpa

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