Kommentar

Ulf B. Christen zu Hetz-Portalen

Foto: Landeshaus-Korrespondent Ulf B. Christen

Landeshaus-Korrespondent Ulf B. Christen

Kiel. Weiter so. Bei Hass und Hetze im Internet darf es kein Pardon geben. Ein Lob gebührt in diesem Fall auch dem oft gescholtenen Konzern Facebook. Nur wenige Tage nach der Intervention der Medienanstalt waren die Hass-Seiten nicht mehr aufrufbar. Die neue Beschwerde-Hotline für Behörden scheint also kein Fake zu sein. Ob der US-Konzern wirklich begriffen hat, dass er eine Mitverantwortung für den demokratischen Diskurs trägt, wird sich schon in den nächsten Monaten zeigen. Nicht nur die Medienaufsicht der Nordländer hat weitere Schmuddel-Seiten auf Facebook im Visier.

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Getrübt wird die Freude über solche Sperraktionen durch zwei Erkenntnisse. Erstens: Polizei und Staatsanwaltschaft fällt es nach der Löschung von Hass-Portalen schwerer, die Hintermänner und -frauen zu ermitteln. Die Medienaufsicht in NRW favorisiert deshalb die Strategie „Verfolgen statt Löschen“. Und zweitens: Mit der Schließung eines Portals sind nur die schlimmen Posts verschwunden. Die teils menschenverachtende Denke ihrer Urheber lebt offline weiter. Die demokratische Gesellschaft muss sich deshalb noch stärker mit solchen Wutbürgern auseinandersetzen und sie notfalls nach Recht und Gesetz zur Verantwortung ziehen.

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