Kommentar

Ulrich Metschies zum Vermögensbarometer

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Wirtschaftsredakteur Ulrich Metschies

Kiel. Es gibt auch keinen Grund, dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband bei der Erstellung seines jüngsten „Vermögensbarometers“ methodische Schwächen zu unterstellen.

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Doch genauso wenig gibt es einen Grund, einem Wohlfahrtsverband Sozialneid zu unterstellen, wenn er die Aussagekraft der Umfrage anzweifelt. Tatsächlich ist es erstaunlich, dass die finanzielle Zufriedenheit steigt, während gleichzeitig die Armutsdebatte immer neuen Zündstoff erhält, die Zahl der Tafel-Nutzer in die Höhe schnellt und viel zu viele Menschen von ihrer Arbeit kein würdiges Leben bestreiten können.

Lässt sich dieser Widerspruch überbrücken? Ja – ziemlich simpel sogar. Denn das Maß an finanzieller Zufriedenheit in der Gesamtbevölkerung hat nur wenig mit sozialer Gerechtigkeit zu tun. Platt gesagt: Wenn Top-Verdiener sich vermögender fühlen, weil die Aussichten an der Börse glänzende Kursgewinne erwarten lassen, dann steigt die Zufriedenheitsquote, ohne dass es einem einzigen Menschen materiell wirklich besser geht.

Deutlich macht die Umfrage aber – und das ist ein Wert an sich: Solange ein Teil der Menschen keine Chance hat, Geld für den Vermögensaufbau zur Seite zu legen, wird die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer.

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