Deutsche Marine

Unfall mit Flugkörper auf Fregatte

Foto: Fregatte "Sachsen" ist nach einem Fehlstart einer Luftabwehrrakete schwer beschädigt worden.

Die Fregatte "Sachsen" ist nach einem Fehlstart einer Luftabwehrrakete schwer beschädigt worden.

Kiel. Die Fregatte befand sich zum Zeitpunkt bei einem Flugkörperschießen. Dabei sollten Flugkörper des US-Typs SM2 geschossen werden. Dabei passierte laut Marine das Unglück. Eine Rakete wurde aus ihrem Behälter im Senkrechtstartsystem unmittelbar vor der Kommandobrücke des Schiffes abgefeuert.

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Statt abzuheben und den Schacht zu verlassen, brannte die Rakete vollkommen aus und verglühte an Deck. "Wir standen vor einer gleißenden und glühend heißen Feuerwand", berichtete Fregattenkapitän Thomas Hacken, der Verbandsführer der Übung der Deutschen Marine vor der Küste Norwegens.

Bei dem Zwischenfall gab es, laut Marine, zum Glück nur zwei leicht verletzte Soldaten. Beiden geht es mittlerweile wieder gut und sie sind weiter dienstfähig, heißt es. Am Schiff gab es allerdings erhebliche Schäden: Das Magazin mit den Startschächten, das Oberdeck und die Kommandobrücke sind durch Feuer und Hitze beschädigt.

Vor dem Abfeuern der vom US-Hersteller Raytheon gelieferten Rakete hatte es laut Marine keinerlei Hinweise auf technische Mängel am Starter oder der Waffe gegeben.  Einen Flugkörper gleichen Typs hatte die "Sachsen" zuvor erfolgreich gestartet. Auch die zum Abschuss vorgesehene Rakete war technisch überprüft worden und befand sich in einwandfreiem Zustand.

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Die Crew der "Sachsen" wird im Hafen von Harstad den Schaden genauer untersuchen und den Umfang der notwendigen Reparaturen abschätzen. Das Manöver wurde abgebrochen.

"Wir müssen realitätsnah üben, damit wir im Ernstfall, auch für die Landes- und Bündnisverteidigung, einsatzbereit sind", erklärte dazu der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause. Damit seien kalkulierbare Risiken verbunden, wie der Vorfall auf der "Sachsen" zeige.

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